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Schweizer zahlen zu viel für Software-Abos
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Schweizer zahlen zu viel für Software-Abos

Im Vergleich zu Deutschland zahlen Schweizer Nutzerinnen und Nutzer oft bedeutend mehr für Software und Cloud-Dienste. Schwammige Argumente wie "lokale Marktbedingungen" sind laut dem Konsumentenschutz aber rechtswidrig.
29. April 2026

     

Der Schweizer Konsumentenschutz hat sich die Preise für Software und Cloud-Lösungen genauer angesehen und eine deutliche Tendenz festgestellt: Software ist in der Schweiz bedeutend teurer als in Deutschland, und das ohne nachvollziehbaren Grund. Diese Praxis stuft der Konsumentenschutz damit als widerrechtlich ein und fordert die betreffenden Firmen auf, das Geoblocking einzustellen.


Der grösste Unterschied wurde beim Website-Builder Jimdo gefunden, der in der Schweiz mehr als doppelt so teuer ist als im Nachbarland (24 Franken statt 12.20 Euro monatlich). Doch auch andere Produkte wie Canva Pro, Norton 360 Standard oder Teamviewer Remote Access liegen mit mehr als 20 Prozent Aufschlag deutlich über den Preisen, die deutsche Nutzer zahlen. Von den zehn beleuchteten Anwendungen haben gerade einmal zwei (Dropbox und pCloud) identische Preise.
Der Konsumentenschutz beruft sich bei seiner Einordnung auf die Fair-Preis-Initiative. Das Gesetz, das 2022 in Kraft getreten ist besagt, dass Shops aus dem Ausland nicht via Geoblocking Schweizer Konsumenten auf eigens eingerichtete Shops mit höheren Preisen umleiten dürfen.

Von den acht Unternehmen, bei denen ein Verstoss festgestellt wurde, haben nur vier auf die Anfrage des Konsumentenschutzes reagiert. Nützliche Antworten seien dabei aber ausgeblieben, meist sei von lokalen Marktbedingungen und Wechselkursschwankungen die Rede.


Wer selbst auf einen solchen Fall stossen sollte, soll entweder direkt den Anbieter konfrontieren oder hier eine Meldung beim Konsumentenschutz platzieren. (win)


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