Meta möchte KI mit europäischen Posts trainieren
Quelle: Depositphotos

Meta möchte KI mit europäischen Posts trainieren

Um die Sprachmodelle auf die europäische Mentalität und Kultur einzustimmen, möchte Meta diese anhand Posts von europäischen Usern trainieren. Der Tech-Konzern hat diesbezüglich mit der irischen Datenschutzbehörde zusammengearbeitet.
11. Juni 2024

     

Um die KI-Sprachmodelle auch in Europa mit bestmöglicher Relevanz und Genauigkeit anbieten zu können, kündigt Meta an, Posts von europäischen Usern auf den Plattformen Instagram und Facebook für das Training der KI zu nutzen. Die KI soll damit die "verschiedenen Sprachen, Geografien und kulturellen Bezüge der Menschen in Europa" widerspiegeln. Damit das Vorhaben rechtens sei, hat Meta gemäss eigener Aussage mit der irischen Datenschutzbehörde zusammengearbeitet.

Um den Usern bewusst zu machen, was im Hintergrund geschieht, wurden E-Mails und In-App-Benachrichtigungen versendet, welche erklären, wie die Daten gesammelt werden. Wer nicht möchte, dass seine Posts fürs KI-Training verwendet werden, müsse ein Widerspruchsformular ausfüllen. Das Unternehmen betont ausserdem, dass auch andere Tech-Firmen diesen Ansatz nutzen, wie etwa Google und OpenAI.


Obwohl Meta bekräftigt, dass das geplante Vorhaben rechtens sei, hat die österreichische Datenschutzorganisation Noyb in elf Ländern Beschwerde gegen die Pläne eingereicht ("Swiss IT Magazine" berichtete). (dok)


Weitere Artikel zum Thema

EU leitet Verfahren gegen Meta wegen Suchtpotenzial ein

16. Mai 2024 - Die EU-Kommission befürchtet, dass die sozialen Netzwerke von Meta süchtig machende Algorithmen einsetzen. Dies würde im Widerspruch zum Jugendschutz stehen, weshalb die EU nun Ermittlungen eingeleitet hat.

Meta lanciert leistungsfähiges Sprachmodell Llama 3

22. April 2024 - Metas neues Large Language Model Llama 3 schlägt in Benchmarks vergleichbare Modelle anderer Anbieter wie Googles Gemini Pro 1.5 mit teils grossem Abstand.

Abomodell von Meta steht auf dem EU-Prüfstand

18. April 2024 - Den europäischen Datenschutzbehörden sind Abomodelle, die die Verarbeitung personenbezogener Daten kostenpflichtig ausschliessen, ein Dorn im Auge. Nun prüft ein Ausschuss, ob dieses Geschäftsgebaren mit dem Digital Markets Act vereinbar ist.


Artikel kommentieren
Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.

Anti-Spam-Frage: Wie hiess im Märchen die Schwester von Hänsel?
GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER