Xgimi Aura: Kurzdistanz-Beamer mit TV-Eigenschaften

Xgimis Aura ist mit 60 x 40 x 14 Zentimetern und 11 Kilo Gewicht nicht gerade kompakt, liefert aber tollen Sound und ein bis zu 150 Zoll grosses Bild. (Quelle: Xgimi)

Xgimi Aura: Kurzdistanz-Beamer mit TV-Eigenschaften

(Quelle: Xgimi)
9. Juli 2022 - Mit dem Xgimi Aura kann man sich für relativ wenig Geld ein 150-Zoll-Bild ins Wohnzimmer holen, wobei der Kurzdistanzprojektor mit tollen integrierten Speakern, leisem Lüfter, drei HDMI-Anschlüssen und kurzer Aufstartzeit überzeugt.
Artikel erschienen in IT Magazine 2022/07
Den meisten Schweizer Konsumenten dürfte Xgimi noch kein Begriff sein, in China aber ist der Hersteller laut eigenen Angaben die Nummer eins im Projektorenmarkt. Verkauft werden die Beamer von Xgimi, die sich in erster Linie an anspruchsvolle Heimanwender richten, seit gut einem Jahr allerdings auch hierzulande, und ein Blick auf das Portfolio zeigt, dass die Geräte zumindest optisch sehr ansprechend sind und bezüglich Features nichts missen lassen. Doch wie schlagen sich die chinesischen Beamer in der Praxis?

Das haben wir anhand des Flaggschiffmodells Xgimi Aura getestet, eines 4K-Kurzdistanzprojektors, der mit Lasertechnologie arbeitet und aus 11 bis 44 Zentimeter Distanz Bilder mit Diagonalen von 80 bis 150 Zoll an die Wand zaubern kann. Doch damit nicht genug: Mit einer Helligkeit von 2400 ANSI-Lumen, vier integrierten 15W-Haman-Kardon-Lautsprechern und Dolby-Audio-Support, HDR10-­Kompatibilität, integriertem Android 10 TV und drei HDMI-Anschlüssen (einer davon mit ARC) positioniert der Hersteller den Beamer als valable Alternative zum TV – wobei man aber bedenken muss, dass kein TV-Tuner integriert ist und damit ein externer Zuspieler nötig ist.

Erster Eindruck: Gross, aber gut

Ob ein herkömmlicher TV oder Xgimis Aura sich auf dem Sideboard besser macht, ist wohl Geschmacks­sache. Im Alltag benutzt werden kann der Kurzdistanzbeamer allerdings wie ein Fernseher. (Quelle: Swiss IT Magazine)
Als erster Eindruck zum Xgimi Aura wird festgehalten: Das Teil ist richtig gross – rund 60 x 40 x 14 Zentimeter. Und richtig schwer – gewogen haben wir 11 Kilogramm. Das sind schon fast Dimensionen eines Hörsaal-Beamers. Im Paket finden sich nebst dem eigentlichen Gerät ein Netzkabel sowie eine hochwertig wirkende Fernbedienung, über die wir den Projektor gleich mal starten – um auf die erste Herausforderung zu stossen: Nämlich eine genügend grosse, freie Wand zu finden, an die wir das Bild schiessen können. Denn selbst wenn man Aura maximal an die Wand schiebt, beträgt die Bilddiagonale bereits rund 80 Zoll – sprich zirka 2 Meter. Ein erstes Fazit können wir zudem auch zum Thema Lüftergeräusch ziehen. Ja, der Lüfter ist sehr gut hörbar, angesichts der Grösse des Geräts arbeitet er allerdings leiser als befürchtet und tut dies auf einer relativ tiefen Frequenz, was das Geräusch nicht unangenehm macht. Sobald man Inhalte mit Ton auf einer einigermassen hörbaren Lautstärke konsumiert, ist das Lüftergeräusch bis auf ganz stille Szenen nicht mehr wahrnehmbar. Hier hat der Hersteller also alles richtig gemacht. Zuluft und Abwärme hat Xgimi seitlich des Gehäuses angebracht, und auch hier kann man festhalten, dass die Menge an warmer Luft, die links aus dem Gerät strömt, sich in Grenzen hält. Bevor man den Beamer, auf dem Android TV läuft, allerdings wirklich nutzen kann, muss man sich mit einem Google-Konto anmelden, sofern ein solches vorhanden ist. Spätestens hier zeigt sich, dass die Fernbedienung nicht nur hochwertig wirkt, sondern auch sehr angenehm in der Benutzung ist. Danach liessen sich noch Bildschärfe und Trapezkorrektur einstellen, was die Automatik allerdings bereits perfekt erledigt hat – und schon steht dem Grossbild-Fernsehvergnügen nichts mehr im Wege.
 
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