Special Swiss Hosting: Regulatorische Herausforderungen für Cloud Solutions

Special Swiss Hosting: Regulatorische Herausforderungen für Cloud Solutions

10. Juli 2021 - Wer sensible Daten verarbeitet, unterliegt strengen Regulatorien und ist damit von der Compliance seiner Cloud-Dienstleister abhängig. Gefragt ist Vorgehen mit Fingerspitzengefühl.
Artikel erschienen in IT Magazine 2021/07
Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) und Künstliche Intelligenz (KI) haben schon längst Einzug in unseren Alltag gehalten und die Coronapandemie hat die Digitalisierung noch weiter beschleunigt. Die damit wachsende Cloud bleibt aber gerade für den Endanwender zumeist etwas Abstraktes, nicht Greifbares.

Während manche Nutzer von Cloud Solutions unkritisch die scheinbar unendlichen Nutzungsmöglichkeiten ausprobieren und dabei ihre Daten, wie zum Beispiel ihren Standort oder ihre Kontakte, mit Betreibern von Cloud Solutions teilen, fürchten andere, ihre Daten seien ungeschützt für jeden verfügbar, wenn sie diese in der Cloud ablegen würden.

Besonders beim Umgang mit personenbezogenen Daten ist der Betreiber einer Cloud Solution gegenüber dem End­anwender in der Pflicht, Auskunft geben zu können, welche Daten wann zu welchem Zweck erfasst und gespeichert wurden, wo sich diese Daten eigentlich befinden und wer darauf zugreifen kann.

Sammeln ist einfach, schützen ist schwer

Dabei sind zum Beispiel Patientendaten besonders schützenswert. Aus Sicht der medizinischen Forschung ist der Zugang zu solchen echten Daten (Real World Data, RWD) jedoch wünschenswert und notwendig, um unter anderem personalisierte Medizin entwickeln zu können. An dieser Stelle stossen sowohl die gegenwärtigen gesetzlichen Vorgaben als auch die technischen Möglichkeiten an ihre Grenzen. Es ist kein Problem mehr, riesige Mengen unstrukturierter Daten zu sammeln, aber sehr viel komplizierter, aus diesen sogenannten Data Lakes genau die Daten zu extrahieren, die für einen bestimmten Zweck gebraucht werden.

Gemäss einer Studie von Statista ist 2020 der weltweite Umsatz mit Cloud Computing auf 270,03 Milliarden US-Dollar gestiegen und für die Anbieter von Cloud-Plattformen ist das erst der Anfang. Gerade im Bereich Digital Health bieten nicht nur die US-basierten Global Player Microsoft Azure, Google Cloud Platform und Amazon Web Services dedizierte Lösungen für das Hosting von Cloud Solutions mit Fokus auf Healthcare und die Speicherung und Verarbeitung der damit verbundenen Daten an. Aber was bedeutet es eigentlich, wenn eine Cloud-Plattform «Health» im Namen trägt? Gibt es entsprechende regulatorische Vorgaben, denen die Anbieter folgen müssen?
 
Seite 1 von 3

Neuen Kommentar erfassen

Anti-Spam-Frage Wieviele Fliegen erledigte das tapfere Schneiderlein auf einen Streich?
Antwort
Name
E-Mail
SPONSOREN & PARTNER