Swiss Made Software: Der Long Tail des Online-Marketing

Via Nanos kann Online-Werbung parallel auf mehreren Netzwerken platziert werden. (Quelle: Nanos)

Swiss Made Software: Der Long Tail des Online-Marketing

(Quelle: Nanos)
5. Dezember 2020 - Die Coronakrise gibt dem ohnehin schon starken Online-Marketing zurzeit noch mehr Schub. Gerade für kleinere Unternehmen ist die Präsenz auf den relevanten Plattformen aber eine Herausforderung. Das Start-up Nanos verspricht nun Hilfe.
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/12
Gerade Kleinst- und Kleinfirmen stehen aktuell neu vor der Welt des Online-Marketings wie vor einem Buch mit sieben Siegeln. Denn egal ob Google, Facebook oder Instagram – der richtige Umgang mit den Werkzeugen will gelernt sein. Ausserdem hat jede Plattform ihre eigenen Anforderungen, so dass sich das für einen Kanal Gelernte nicht immer übertragen lässt. Zu guter Letzt unterliegen diese Werkzeuge auch noch einem steten Wandel. Welcher Werbetreibende flucht schliesslich nicht, wenn Google mal wieder seinen Algorithmus ändert und erprobte Strategien ohne offizielle Begründung auf einmal zusammen­brechen.

Diese Welt dem sogenannten Long Tail der Kleist- und Kleinfirmen zugänglich machen, ist das Ziel des Zürcher Start-ups Nanos. Marketing-Neulinge sollen dank Nanos binnen weniger Stunden zur ersten Online-Kampagne kommen. Damit eine Kampagne auf allen Plattformen gut funktioniert, kommt Machine-Learning-Technologie quasi als Übersetzerzum Einsatz.

Tägliches Re-Targeting

Ein Beispiel: Um Kekse in Zürich zu verkaufen, benötigt Google relevante Keywords wie Cookies oder Kekse. Facebook verteilt Werbung aber basierend auf persönlichen Interessen – zum Beispiel Nahrung oder Backen. Die Nanos-Algorithmen ziehen die für die Kampagne relevanten Informationen aus einer Reihe Fragen, die dem Werbenden eingangs gestellt werden. Die Plattform des Start-ups führt die dazugehörige Kampagne anschliessend automatisch durch. Basierend auf deren Erfolg werden die für das Targeting relevanten Begriffe täglich angepasst.

Die Nanos-Plattform lernt dabei aus der eigenen Kampagne sowie ähnlichen Kampagnen Dritter, die bereits über sie gelaufen sind. Der Kunde gibt ausserdem ein Budget vor und definiert, wie dieses auf die verschiedenen Plattformen verteilt werden soll. Je nach Erfolg wird auch hier täglich eine automatische Anpassung vorgenommen und das Budget auf die erfolgreicheren Plattformen neu verteilt.

Angeschlossen an die Plattform sind zurzeit Google, Facebook und Instagram – Linkedin soll demnächst folgen. «Unsere Algorithmen berücksichtigen viele verschiedene Faktoren wie Branche, Plattform, Jahreszeit oder die Performance von Mitbewerbern, die ähnliche Keywords benutzen», erklärt Nanos-CEO und Mitgründerin Sasha Schriber. Geplant ist demnächst, den Anpassungsrhythmus von täglich auf stündlich zu beschleunigen.
 
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