Swiss Made Software: Drohnen-Revolution für Weinberge

Swiss Made Software: Drohnen-Revolution für Weinberge

(Quelle: Aero41)
3. Oktober 2020 - Das Schweizer Start-up Aero41 hat eine Drohne entwickelt, die dank ausgeklügelter Düsen und Software Pflanzenschutzmittel direkt auf die Blätter von Weinreben sprüht.
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/10
Die Drohne AGv2, neudeutsch Sprühcopter, soll die Applikation von Pflanzenschutzmitteln für Winzer revolutionieren. Dank einer ausgeklügelten Kombination von Düsen und Software können Pflanzenschutzmittel direkt auf die Blätter der Weinreben gesprüht werden – sowohl Standard- wie auch Bio-Produkte.
Bislang wurden dafür Helikopter eingesetzt, die aber nur den Weinberg als Ganzes behandeln konnten. «Gegen Ende der Saison mussten die Winzer die unteren Blätter häufig sogar händisch nachbehandeln», erklärt Aero41-CEO Frédéric Hemmeler. Der viel präzisere Sprühcopter braucht deswegen auch viel weniger Pestizide. Dies wiederum reduziert das Risiko von Abdrift sowie Kontamination von Boden oder Menschen.

Hemmeler war ursprünglich Helikopterpilot, erkannte im Anschluss an seine Weiterbildung im Luftfahrtmanagement aber das Potenzial von Drohnen für die Landwirtschaft. Das war im Jahr 2015. In Folge reiste er nach China, um sich vor Ort beim Marktführer zu informieren. 2016 gelang ihm bereits die Erstzulassung einer Drohne auf dem Schweizer Markt. Doch leider musste er rasch feststellen, dass selbst die Marktführer aus China die Anforderungen der Schweizer Winzer nicht erfüllen konnten. «Unsere Bedürfnisse sind ganz anders. Um das zu erkennen, muss man aber vor Ort arbeiten», erklärt Hemmeler. «Zum einen werden Sprühkopter in Asien für grosse Felder auf ebener Erde eingesetzt, zum anderen für Pflanzen wie Reis, Soja oder Weizen.» Letzteres ist zentral, da die zu behandelnde Fläche aus praktischer Sicht zweidimensional ist. Weinreben jedoch sind 3D. Schlimmer noch – beide Blattseiten sollten behandelt werden können.

Ein eigenes Flugkontrollsystem

Um dieses Problem zu lösen, wurde das chinesische Flugkontrollsystem Stück für Stück abgelöst – sowohl was die Hard- wie auch die Software angeht. Die Software-Basis bildet heute das an der ETH Zürich entwickelte Open-Source-Betriebssystem PX4. Alle weiteren Features wurden in einem Companion-Raspberry installiert. Hier steckt das eigentliche Know-how. Features wie Automatisierung, automatisches Lernen und die angedachten Machine-Learning-Funktionen sitzen hier und wurden komplett im eigenen Haus entwickelt. Die Tüftelei hat sich gelohnt. «Mittlerweile sind wir doppelt so effizient wie die Konkurrenz», meint Hemmeler. Das bestätigt eine Untersuchung von Syngenta. Der AGv2 kann eine Fläche von etwa 1700 Quadratmetern in sechs bis acht Minuten behandeln.
 
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Kommentare

Mittwoch, 7. Oktober 2020 Heinz N. Abreu
Es wäre ineteressant zu wissen wie hoch das Fassungsvermögen ist und der Preis sollte auch angegeben werden.

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Anti-Spam-Frage Wieviele Fliegen erledigte das tapfere Schneiderlein auf einen Streich?
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