Smart Home: Dingz

Ein Wandtaster will das Smart Home revolutionieren

Ein Wandtaster will das Smart Home revolutionieren

(Quelle: Iolo)
4. Juli 2020 -
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/07
Smart Home ist nicht gleich Smart Home. In der Schweiz wird noch immer ein verschwindend geringer Anteil an Neubauten von Grund auf als Smart Homes konzipiert und gebaut. Denn die Kosten für ein intelligentes Heim sind nicht zu unterschätzen. Deshalb floriert neben dem professionellen Smart-Home-Markt ein weitaus grösseres Segment, das direkt die Endkunden adressiert, die bereits in einer Wohnung oder einem Haus leben und ihr Heim mit smarten Geräten nachrüsten wollen. Darunter finden sich Leuchtmittel, Audiogeräte, Stromleisten und dergleichen, die sich unter Umständen auch miteinander vernetzen lassen. Diese bieten in der Regel den Vorteil, dass sie nicht von professioneller Hand installiert werden müssen. Das spart zwar Kosten, birgt aber mitunter die Gefahr, dass handwerklich oder technisch weniger versierte Nutzer viel Zeit und Mühe investieren müssen, um den Wohnraum mit den entsprechenden Geräten auszustatten. ­Ausserdem gibt es etliche verschiedene Hersteller, die teils auf proprietäre Systeme setzen, weshalb viele Produkte nicht miteinander kompatibel sind.
Eine Dingz-Einheit verfügt über vier Tasten, mit denen Geräte gesteuert werden können. Eine schmale, horizontale LED-Leiste dient der Visualisierung.
Dingz besteht aus einem Wandtaster – hier das Modell mit Bewegungssensor – und einer Basisstation. Beide Elemente lassen sich in Schweizer Steckdosenhalterungen montieren.


Smart Home ready

Und genau in dieser Lücke zwischen dem professionellen und dem Endkundenmarkt will sich nun das junge Schweizer Start-up Iolo positionieren. Dabei ist sein erstes Produkt namens Dingz auf den ersten – und auch auf den zweiten – Blick lediglich ein Wandtaster mit vier Tasten, der je nach Modell auch mit einem Bewegungssensor ausgestattet ist. Optisch sind die Produkte, die es in verschiedenen Farben gibt, unauffällig, bis auf die schmale LED-Leiste in der Mitte des Schalters, die der Visualisierung der Funktionen dient. Dingz ist aber nichts für Bastler, wie der Hersteller betont, sondern sollte von einem Fachmann installiert werden. Das Produkt wurde in der Schweiz entwickelt und ist klar auf den hiesigen Markt ausgerichtet, weshalb sich die Wandtaster problemlos in die in der Schweiz üblichen Steckdosenhalterungen montieren lassen.

Dingz macht ein nicht als Smart Home konzipiertes Haus oder eine Wohnung Smart Home ready, so die Message von Iolo. Die Wandtaster sollen als Schaltzentrale für alle möglichen Smart-Home-Geräte dienen, wobei sich das System beinahe beliebig ausbauen lässt. Mit einem Taster lassen sich mehrere Geräte steuern, beispielsweise vier Lampen oder aber eine Lampe, ein Storen und eine Bodenheizung. Diese können direkt mit der Steuereinheit von Dingz, die hinter dem Wandtaster in der Wand Platz findet, verbunden und bedient werden. Lichter lassen sich ein- und ausschalten oder gar dimmen, Storen können gehoben und gesenkt sowie deren Lamellen gekippt werden.

Die Dingz-Wandtaster werden über das heimische WLAN angesteuert und deren Funktionen lassen sich über ein Webinterface oder die App – diese gibt es sowohl für Android als auch iOS – festlegen und konfigurieren. Hervorzuheben ist, dass Dingz out of the Box mit Produkten von Sonos und des Schweizer Herstellers Mystrom sowie mit solchen der Hue-Reihe von Philipps funktioniert. Aber auch andere Produkte lassen sich in das System einbinden, beispielsweise smarte Assistenten wie Amazons Alexa oder Google Assistant. Weil die einzelnen Tasten von Dingz drei Funktionen haben, lassen sich die angeschlossenen Geräte auf vielfältige Weise ansteuern. Einmaliges Drücken einer Taste könnte beispielsweise die Wiedergabe eines Musikstücks über eine HiFi-Anlage starten, zweimaliges Drücken das nächste Stück abspielen und langes Drücken die Wiedergabe pausieren.
 
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