Nur wenige kümmern sich um Sicherheitsvorgaben am Arbeitsplatz

Nur wenige kümmern sich um Sicherheitsvorgaben am Arbeitsplatz

Nur wenige kümmern sich um Sicherheitsvorgaben am Arbeitsplatz

(Quelle: Sharp)
30. Juni 2017 - Eine Studie von Sharp Business Systems in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Censuswide kommt zum ernüchternden Schluss, dass gegenüber den Sicherheitsvorgaben am Arbeitsplatz grosse Ignoranz herrscht.
In einer europaweiten Arbeitsplatzstudie, die im April 2016 durchgeführt wurde, haben Sharp Business Systems und das Marktforschungsinstitut Censuswide 6045 Beschäftigte in neun Ländern zu ihrem Umgang mit Sicherheitsvorgaben am Arbeitsplatz befragt. Die Teilnehmer der Studie kamen dabei aus Frankreich, Deutschland, UK, Italien, Schweden, Polen, Niederlande, Tschechien und Ungarn.

Die Studie kommt zu ernüchternden Ergebnissen. Ein Viertel (25%) der Befragten gab zu, Arbeitsinformationen in der öffentlich zugänglichen Cloud zu speichern und damit wissentlich gegen die Unternehmensrichtlinien zu verstossen. Ganze 29 Prozent dieser Mitarbeiter kommt aus dem HR-Bereich. Besonders für den Datenschutz im Zusammenhang mit personenbezogenen Daten ist das heikel. Durch die Verwendung ungesicherter Cloud-Dienste werden persönliche Informationen über Mitarbeiter und Bewerber einem hohen Risiko ausgesetzt. 27 Prozent der deutschen Studienteilnehmer nutzen zudem öffentliche File Sharing-Dienste ohne die Zustimmung ihres Arbeitgebers. Ganze 40 Prozent gaben sogar zu, die Unternehmensvorgaben bewusst zu ignorieren und regelmässig Arbeitsdokumente mit nach Hause zu nehmen. Damit ist Deutschland Spitzenreiter im europäischen Durchschnitt von 29 Prozent.

Verschärft wird die Situation durch komplizierte oder veraltete Hardware in Unternehmen. Das führt unter anderem dazu, dass 40 Prozent der Befragten lieber ihre eigenen Laptops oder andere Mobilgeräte für die Arbeit verwenden, weil sie neuer sind als die Geräte, die ihnen das Unternehmen zur Verfügung stellt. Bei den Millennials liegt die Zahl derjenigen, die bei der Arbeit private Geräte einsetzen, sogar bei 51 Prozent.
Für Dr. Karen Renaud, Expertin im Bereich Cybersecurity und Datenschutz an der Universität Glasgow, liegt auf der Hand, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter besser unterstützen müssen: "Solange Unternehmen vorbehaltlos das risikoreiche Verhalten ihrer Mitarbeiter tolerieren oder unwissentlich sogar fördern, indem sie beispielsweise mangelhafte Alternativen zu öffentlichen Cloud-Diensten bereitstellen, kann eine vollständige Datensicherheit niemals gewährleistet werden. Bieten Unternehmen flexible Arbeitsmodelle - wie Homeoffice – an, müssen sie den Mitarbeitern auch geeignete Mittel zum Schutz vertraulicher Informationen, wie beispielsweise einen unternehmensinterner VPN-Anschluss, zur Verfügung zu stellen."

"Dass Angestellte von überall aus arbeiten und Zugriff auf Unternehmensdokumente haben, ist längst Alltag", ergänzt Alexander Hermann, Vice President Information Systems Europe bei Sharp. "Unternehmen müssen Lösungen finden, die ein Gleichgewicht zwischen modernen Arbeitsmöglichkeiten und dem sicheren Teilen von Daten schaffen. Gleichzeitig müssen sie das Sicherheitsbewusstsein und das Wissen um Risiken bei ihren Mitarbeitern schärfen. Spätestens wenn im Mai 2018 die neue EU-Datenschutzregelung in Kraft tritt, können Firmen für die Verletzung von Datenschutzrichtlinien mit hohen Bussgeldern belangt werden. Die Schaffung verbindlicher interner Richtlinien sowie die Bereitstellung adäquater Lösungen für die Angestellten muss daher hohe Priorität herhalten." (luc)

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