Sechs Jahre Gefängnis für Links auf Raubkopien

In Spanien soll das Urheberrecht gestärkt werden, indem Website-Betreiber, die Links auf illegal veröffentlichtes Material aufschalten, mit einer Gefängnisstrafe von bis zu sechs Jahren gebüsst werden können.
24. September 2013

     

Wie die spanische Zeitung "El Pais" in ihrer englischsprachigen Online-Ausgabe berichtet, will das Land erstmals Gefängnisstrafen für Site-Besitzer einführen, die Links auf illegal gehosteten Content publizieren. Bis anhin wurde lediglich mit maximal vier Jahren Gefängnis bestraft, wer ohne Zustimmung des Urheberrechtsinhabers Inhalte reproduziert oder verteilt hat.


Wie es im Bericht heisst, ist die Gesetzesnovelle auf Druck der USA entstanden, welche Spanien 2008 auf eine Piraten-Blacklist gesetzt habe. Nachdem das Land im Vorjahr die Schliessung von Websites, die illegal Filme und Musik veröffentlichen, gesetzlich verankert hat, erfolgte die Löschung von der Liste. Obwohl der aktuelle Gesetzesvorschlag zwar umstritten sein soll, geht "El Pais" doch davon aus, dass der neue Entwurf schon in Kürze vom Kabinett abgesegnet wird. (rd)


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