Nicht ohne klare Planung

Nicht ohne klare Planung

6. April 2013 - Von Corinne Jakob

Das Geschäft mit Applikationen für mobile Geräte boomt. Auch viele KMU wollen inzwischen eine eigene App. Doch bevor man loslegt, sollten einige Punkte geklärt werden.
Artikel erschienen in IT Magazine 2013/04
(Quelle: Gryps)
Laut einer aktuellen, repräsentativen Studie von Comparis.ch (1/2013) besitzen momentan bereits rund 3,6 Millionen Schweizer ein Smartphone – Tendenz steigend. Und die Zahl der Tablet User hat sich in der Schweiz im letzten Jahr auf 1,7 Millionen verdoppelt. Höchste Zeit also für Unternehmen, auf den mobilen Zug aufzuspringen und ihre Webseiten für Touchscreens und kleinere Bildschirme zu optimieren. Normale Webseiten werden auf mobilen Geräten nämlich meist nicht benutzerfreundlich angezeigt und bei fehlerhafter oder unvollständiger Darstellung springen die User schnell ab – und dem Unternehmen entgeht viel potentieller Traffic. Das Zauberwort heisst Responsive Design. Der grafische Aufbau einer Webseite erfolgt neu anhand der Anforderungen des jeweiligen Gerätes, mit dem die Seite betrachtet wird.
Eine mobile Webseite zu haben, ist zwar schon einmal positiv, Smartphone- und Tablet-Nutzer verwenden jedoch bevorzugt und immer häufiger einfach zugängliche Apps, für die nicht erst aktiv ein Web-Browser gestartet werden muss. Zudem eröffnen die mobilen Endgeräte dank vieler integrierter Sensoren und Chips eine Reihe von weiteren Möglichkeiten wie zum Beispiel Geolocation, die sich ein Unternehmen zunutze machen kann. Eine eigene App wird daher auch vermehrt für KMU zu einer sinnvollen Investition – jedoch nicht ohne klare Planung und Zielsetzung im Vorfeld.


App ist nicht gleich App


Entscheidet sich ein Unternehmen für die Entwicklung einer eigenen App, so hat es grundsätzlich die Wahl zwischen zwei verschiedenen Typen: Der Web App und der nativen App. Beide haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile.
Bei KMU mit wenig Budget ist vor allem die Web App beliebt. Es handelt sich dabei um eine Web-Anwendung, die im Internet-Browser ausgeführt wird, sich aber durch eine Verknüpfung auf dem Smartphone (Icon) aufrufen lässt. Die Web App läuft auf mobilen Geräten unabhängig vom jeweiligen Betriebssystem, der App Code muss lediglich für die gewünschten Browser optimiert werden. So ist die App für alle mobilen Endgeräte zugänglich und die Entwicklung relativ einfach, schnell und preiswert.
Anders ist dies bei der nativen App. Im Gegensatz zur Web App ist sie in der nativen Programmiersprache eines bestimmten Betriebssystems geschrieben. Das heisst, dass sie für jedes Betriebssystem praktisch neu programmiert werden muss. Stellt der Entwickler die native App nicht nur den Marktführern – in der Schweiz momentan Apples iOS und Googles Android – zur Verfügung, wird die Entwicklung entsprechend kostspielig und zeitaufwendig. Dies gilt auch für Updates. Da die native App ein Anwendungsprogramm für ein bestimmtes mobiles Gerät ist, ergeben sich aber auch entsprechende Vorteile. Anders als die Web App, eine reine Online-Anwendung, funktioniert die native App auch ohne Verbindung zu einem Webserver. Dadurch läuft sie stabil und schnell, also besonders benutzerfreundlich. Zusätzlich kann eine native App auf die Features des Endgerätes wie Kamera, Mikrofon oder Kalender zugreifen.
 
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Kommentare

Mittwoch, 17. April 2013 Developer
Ihr Artikel ist unseriös recherchiert. Natürlich kann man mit Web-Apps auch auf die Smartphone-Sensoren zugreiffen. Die entsprechenden JavaScript-Libraries bieten das heutzutage an.

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Anti-Spam-Frage Wieviele Fliegen erledigte das tapfere Schneiderlein auf einen Streich?
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