Open Source Know-how durch Kompetenzzentren verbessern

Open Source Know-how durch Kompetenzzentren verbessern

4. November 2012 - Von Matthias Stürmer

Die Open Source Studie Schweiz 2012 zeigt auf, dass heute fast alle Unternehmen und Behörden Open Source Software einsetzen, aber das Potential noch nicht voll ausschöpfen. Für die Zukunft werden neben strategischen Vorteilen auch Kosten-einsparungen durch Open Source Einsatz im Enterprise-Umfeld erwartet.
Artikel erschienen in IT Magazine 2012/11
Die Resultate reden eine deutliche Sprache: Von den 202 untersuchten Unternehmen und Behörden nutzen 93 Prozent bewusst Open Source Software. Als wichtigste Vorteile von Open Source wählten die Antwortenden die Unterstützung von offenen Standards und Schnittstellen, Kosteneinsparungen sowie Unabhängigkeit von Lieferanten. Aus den zahlreichen Erkenntnissen der diesjährigen Studie sticht hervor, dass speziell KMU überzeugt sind, als Open Source Anwender Informatikkosten einzusparen. Substantielle Einsparungen von 10 Prozent bis über 30 Prozent erwarten 59 Prozent der untersuchten Unternehmen vor allem in der Zukunft. Diese können dann erzielt werden, wenn die bestehenden Hemmschwellen beim Einsatz von Open Source Software konsequent abgebaut werden. Die wichtigsten Hinderungsgründe für den Einsatz von Open Source Software sind ungeklärte Haftungsfragen, Mangel an kommerziellen Open Source Dienstleistungen sowie fehlende Benutzerakzeptanz.
Neben KMU ist Open Source aber auch für die Banken-IT ein wichtiges Thema, wie Stefan Arn, CIO der UBS für die Schweiz und die Region EMEA, im Vorwort der Studie festhält: „Open Source ist heute in der Banken-IT ein grosses Thema: Vom Verbot zum kontrollierten Einsatz.“ Arn weist auch auf das langfristige Potential von Open Source Software im geschäftskritischen Einsatz hin: „Der Umgang mit freier Software ist integraler Bestandteil des Technologie-Managements und keine isolierte Aktivität mehr. […] Unternehmen tun gut daran, sich mit dem Thema auf strategischer Ebene auseinanderzusetzen.“
Matthias Stürmer (Quelle: Swiss ICT Magazin)
(Quelle: Swiss ICT Magazin)


Open-Source-Strategie entwickeln

Als wichtige Möglichkeit, mittels Open Source Software Kosten zu sparen, erweist sich die gemeinsame Entwicklung von Open Source Lösungen. Unternehmen und Behörden können gewisse Entwicklungstätigkeiten für Open Source Software bündeln oder sich auch langfristig zu Anwendervereinigungen zusammenschliessen, um so die Weiterentwicklung von Software-Lösungen zu teilen. Die Studienresultate zeigen, dass sich insbesondere öffentliche Verwaltungen durch diese Form der Zusammenarbeit Kosteneinsparpotential versprechen. Wichtig sind auch Einsparungsmöglichkeiten bei Betriebskosten und Ausgaben für Wartung und Support. Bei den Personalkosten und Hardware-Ausgaben werden hingegen nur selten wesentliche Einsparungen erwartet.
Eine weitere Möglichkeit, den Nutzen von Open Source Software zu steigern, ist die Erarbeitung einer Open Source Strategie. Erst 20 Prozent der IT-Anwenderfirmen und Behörden gaben an, über einen strategischen Plan zu verfügen, wie die Vorteile von Open Source Software systematisch genutzt werden können. Immerhin gab nochmal rund ein Fünftel der IT-Anwender an, die Notwendigkeit für klare Vorgaben bezüglich Open Source Software erkannt zu haben.
 
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