Frauenförderung ernst genommen

Frauenförderung ernst genommen

1. April 2012 - Alfred Breu
Artikel erschienen in IT Magazine 2012/04
Bekanntlich ist die tiefe Frauenbeteiligung im ICT-Berufsfeld immer wieder ein Thema. Und alle finden, man müsste mehr Frauen einbeziehen. Man muss etwas unternehmen, ist die Forderung.
Haben Sie auch gelesen, wie die Verkehrsbetriebe Zürich den Männerberuf «Bus- und Tramfahrer» innerhalb weniger Monate geändert haben? «Nun reissen sich Frauen um den Job» stand in der Zeitung, dank einer Charme-Offensive. Und so kam es, dass 40 Prozent aller neu angestellten Tramführer zwischen Januar und Juni 2012 Frauen sind.
Eine Firma hat also letzten Sommer eine Personalwerbekampagne gestartet, welche die Frauen angesprochen hat. Und kein Jahr später kann sie die Medien über diesen deutlichen Erfolg informieren. Was natürlich auch gleich wieder neue Frauen mobilisiert.
Was kann die VBZ besser als die Informatikfirmen und -abteilungen? Liegt es daran, dass sich der jeweilige Vorgesetzte in Werbeclips auf der Homepage bei den Interessierten «als Ihr neuer Chef» bewirbt? Wie auch immer, die VBZ hat es vorgemacht, wie man in kurzer Zeit einen Männerberuf für Frauen öffnet. In dem sie aufzeigte, dass es der Firma ernst ist, sie es ehrlich meint und die Frauen anzusprechen vermochte.
Das lässt Hoffnung aufkommen, dass es vielleicht auch die Informatik einmal schafft, von zehn Prozent auf deutlich mehr zu kommen. Der Bedarf nach mehr Frauen in der Grundbildung und im Beruf wäre ja mehr als vorhanden – und deren mindestens so gute Eignung zum Beispiel in der Applikationsentwicklung ist völlig unbestritten.
 
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