Drucker mit 3D-Scanner

Drucker mit 3D-Scanner

1. April 2012 - Mit HPs Topshot Laserjet Pro M275 können dreidimensionale Objekte eingescannt werden – klingt gut, führt aber in der Praxis nur zu befriedigenden Ergebnissen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2012/04
(Quelle: Swiss IT Magazine)
Ein Farb-Multifunktionsprinter mit aufgesetztem Scanner für 3D-Objekte – die Ankündigung von HPs Topshot Laserjet Pro M275 klingt vielversprechend. Vor allem der Scanner weckt eine Erwartungshaltung: Objekte dreidimensional scannen, so dass sie nachher beispielsweise in einem Online-Shop in der Rundum-Ansicht dargestellt werden können? Bis anhin war das nur mittels aufwendiger Foto-Installationen oder komplexen Spezialscannern möglich.
Doch so viel gleich vorneweg: Wer die Produktbeschreibung genau liest, dem fällt auf, dass HP nicht von einem 3D-Scanner spricht, sondern von einem Scanner zum Erfassen von 3D-Objekten. Und so werden nicht Objekte dreidimensional erfasst, sondern es können lediglich dreidimensionale Objekte unter den Scanner gelegt werden, von denen dann ein Bild geschossen wird. Dazu ist der Drucker mit einem aufklappbaren Scan-Arm bestückt, in dem sich eine 8-Megapxiel-Kamera und drei LEDs befinden. Beim Scan werden dann mehrere Bilder des darunterliegenden Objekts geschossen und mittels Software zusammengeführt. Wie gut das funktioniert, dazu später mehr.
Im Scan-Arm des M275 befinden sich drei LEDs und eine 8-Megapixel-Kamera. (Quelle: HP)
Links das Topshot-Bild einer Kiwi, rechts ein Foto derselben Frucht im Automatikmodus einer Spiegelreflexkamera. Das Digicam-Bild sieht nicht nur plastischer aus, es ist auch farbechter und zeigt viel mehr Details, wie die Vergrösserung beweist. (Quelle: Swiss IT Magazine)
Bei höheren, grossen Objekten wird das eingescannte Bild verzerrt. Unschön zudem die Reflektion oben auf unserer Digicam. (Quelle: Swiss IT Magazine)
Bei stark reflektierenden Objekten – hier einem iPad mit eingeschaltetem Display – ist der Topshot-Scanner gar nicht mehr zu gebrauchen. (Quelle: Swiss IT Magazine)
Die Qualität bei Kopien ist an sich gut. Problematisch wird es jedoch bei gewölbten, glänzenden Oberflächen. (Quelle: Swiss IT Magazine)
(Quelle: Swiss IT Magazine)


Unnötiger Software-Schrott

ach dem Auspacken und Anschliessen des M275 via USB startet das Installationsprogramm dank des internen Speichers des Geräts automatisch. Beim ersten Versuch in diesem Test stürzte die Installationsroutine dummerweise kurz vor ihrem Ende ab – beim zweiten Anlauf gab’s dann aber keine Probleme mehr. Die Installation geht einfach von der Hand, inklusive dem Einbinden des Druckers ins firmeneigene WLAN-Netz. Einziger Wermutstropfen (wie so oft bei HP-Produkten) ist der Stapel von Software, der bei der Installation des Druckers auf dem Rechner landet. Dabei hat es beispielsweise Progrämmchen wie «HP Device Experience» oder die «HP Studie zur Produktverbesserung», und der Nutzer kann leider nicht auswählen, welche Programme installiert werden sollen, so dass man am Schluss den ganzen HP-Software-Müll auf dem PC hat. Und so passiert es dann auch, dass Mitten im Test immer mal wieder ein Progrämmchen aufpoppt wie die «HP Tonerpatronen-Authentifizierung» («Wir schützen unsere Kunden vor Fälschungen») oder das «HP Update» – nervig und nicht auszudenken, wenn jedes installierte Peripheriegerät so vorgehen würde.
 
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