Die Schweiz benötigt mehr ICT-Fachkräfte

Die Schweiz benötigt mehr ICT-Fachkräfte

6. November 2011 - von Jörg Aebischer

Die ICT ist mit überdurchschnittlicher Produktivität und fünf Prozent Anteil am BIP unverzichtbar für die Schweizer Wirtschaft. Damit das auch in Zukunft so bleibt, müssen viel mehr junge Menschen für die ICT-Berufe begeistert und die Attraktivität der ICT-Berufe besser vermarktet werden.
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/11
(Quelle: SITM)
Die Schweiz verfügt über hervorragende ICT-Spitzenkräfte und steht im internationalen Vergleich – was Spitzentechnologie und Leistungsfähigkeit der Wirtschaft betrifft – gut da. Nur gibt es zu wenig ICT-Nachwuchskräfte, um den Bedarf sicherzustellen. Und dies in einem Berufsfeld, das schon heute mit rund fünf Prozent BIP-Anteil oder 25 Milliarden Schweizer Franken bereits einen wichtigen Beitrag an die Wertschöpfung der Schweiz leistet (siehe Grafik).
(Quelle: SITM)
(Quelle: SITM)


Gravierender Fachkräftemangel trotz überdurchschnittlichem Wachstum

Die von ICT-Berufsbildung Schweiz Ende 2010 veröffentlichten Studien zeigen ein sehr differenziertes Bild des ICT-Berufsfeldes. Zum einen zeichnet sich ein gravierender Fachkräftemangel ab: Die Studien berechnen bis 2017 einen zusätzlichen Ausbildungsbedarf von 32’000 ICT-Fachkräften auf allen Stufen, von der Lehre bis zum Hochschulabschluss. Das liegt unter anderem daran, dass in nächster Zeit die starken Jahrgänge ins Pensionsalter und gleichzeitig die geburtenschwachen Jahrgänge ins Berufsbildungsalter kommen. Zudem beklagen auch andere Berufsfelder wie zum Beispiel Lehrer, Pflegeberufe oder Naturwissenschaften das Fehlen von Fachkräften. Die Konkurrenz um die Besten verschärft das Problem zusätzlich. Auf der anderen Seite liegt beispielsweise die Produktivität der ICT-Beschäftigten mit rund sieben Prozent über dem Schweizer Durchschnitt. Und auch wenn gelegentliche Meldungen über die Schliessung einer ICT-Abteilung bei der Firma X oder über Auslagerungen von ICT-Dienstleistungen ins Ausland das Gegenteil suggerieren, steigt seit den 1990er Jahren die Anzahl der ICT-Beschäftigten im Vergleich zur Gesamtarbeitsbevölkerung überproportional an (siehe Grafik Seite 38) und verdeutlicht nicht nur die wachsende Nachfrage nach ICT-Fachkräften, sondern vor allem auch die Stabilität des ICT-Berufsfeldes.
 
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