Microsofts Zombie-Alarm

Microsofts Zombie-Alarm

16. Juni 2006 -
Artikel erschienen in IT Magazine 2006/12

Microsofts «Windows Malicious Software Removal Tool» – erhältlich seit Januar 2005 und seither monatlich am Patchday aufdatiert und verteilt – zeitigt Erfolge bei der Erkennung und Entfernung aktueller Gefahren für Windows. So waren laut einer jüngst veröffentlichten Microsoft-Studie nicht weniger als 60 Prozent aller mit dem Tool gescannten PCs von mindestens einem Bot befallen. Ein einzelner Bot habe sogar über 3,5 Millionen Rechner infiziert, wie Microsoft mitteilt. Insgesamt habe man zwischen Januar 2005 und März 2006 rund 270 Millionen einzelne Windows-Systeme mit dem «Windows Malicious Software Removal Tool» gescannt und dabei über 16 Millionen Instanzen von gefährlicher Software auf mehr als 5,7 Millionen Rechnern entfernt. Rootkits dagegen habe man auf «bloss» 780’000 Computern gefunden, davon waren über ein Drittel mit dem berüchtigten Sony-Anti-Piracy-Rootkit befallen.





Microsoft zieht aus diesen Zahlen den Schluss, dass Rootkits zwar eine potentielle Gefahr bilden, die durch ihre relativ geringe Verbreitung derzeit aber noch kaum relevant ist. Eine wesentlich höhere Gefährdung für Windows-Anwender orten die Redmonder dagegen in den zahllosen mit Bots infizierten Zombie-Rechnern, die von Angreifern genutzt werden können, um mit Hilfe von Bot-Netzen Spam zu versenden oder Cyber-Attacken zu starten.
Microsofts Zahlen werden vom Sicherheitsspezialisten CipherTrust gestützt, der in seiner Statistik für Mai 2006 weltweit über 7,5 Millionen Zombie-Rechner ausweist. Damit sei die Zahl der von Bots infizierten PCs innert eines Monats um 21 Prozent gestiegen – besonders rasant in China, wo sich bereits ein Viertel der infizierten Rechner befänden.


Virenjubiläum

Eugene Kaspersky feiert einen Meilenstein in seiner persönlichen Antiviren-Historie: den zweihunderttausendsten Eintrag in seiner Viren-Datenbank. Diesen Eintrag konnte der Gründer des Kaspersky Lab in der Nacht auf den 13. Juni vornehmen – und bereits am Mittag darauf stand der Zähler auf 200’157 Einträgen. Somit dürfte Kaspersky und seinen Virenjägern die Arbeit vorläufig nicht ausgehen.

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