XP soll sicherer werden

Microsoft gewährt Einblick in die Feature-Liste für das Service Pack 2.

Artikel erschienen in Swiss IT Magazine 2004/01

     

Im Gegensatz zu früher scheint sich Microsoft dieses mal an ihre eigenen Vorsätze halten zu wollen und hat, mindestens in einem 78 Seiten langen Word-Dokument, offiziell eine Reihe von Funktionen angekündigt, welche die Sicherheit von Windows XP stark verbessern sollen. Im Zentrum steht dabei die Einschränkung der Rechte für Applikationen.



Die meisten Bedrohungen für PCs mit Windows haben eins gemeinsam: Sie nutzen Schwachstellen in Netzwerkdiensten aus und richten dann, weil die Applikationen über fast uneingeschränkte Rechte verfügen, Schaden an. Microsoft will diese Probleme nun beheben, indem die Rechte von Netzwerkdiensten stark eingeschränkt oder - wie der Windows-Nachrichtendienst - total abgeschaltet werden. Auch die E-Mails werden von Outlook Express, dem Standard-Client für viele Privatanwender, nun endlich entschärft. Durch eine standardmässig aktivierte Windows-Firewall und automatische Updates dürfte die Anfälligkeit von Windows bei netzwerkbasierenden Schwachstellen somit stark vermindert werden.




Die Beta-Phase für das SP2 hat bereits begonnen, mit der Auslieferung wird im ersten Halbjahr 2004 gerechnet.


Service Pack 2 für Windows XP im Detail

Microsoft setzt den Spekulationen ein Ende und gewährt Einblick in die Feature-Liste für das Service Pack 2 von Windows XP.


Netzwerk

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• Standardmässig aktivierte Windows-Firewall



• Einschränkung der Rechte von Netzwerkdiensten (z.B. RPC-Dienst)



• Kontrolle für Administratoren über die COM-Policy (Einschränkung des Netzzugangs für Applikationen)



• defaultmässig deaktivierter Windows-Nachrichtendienst


Browser und E-Mail

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• Unterbindung "zufälliger" Downloads und Installationen



• Pop-Up-Manager



• Einschränkung der Rechte von Attachments in Outlook Express



• Unterbindung von Download externer Inhalte in E-Mails


Diverses

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• Memory-Schutzfunktionen zur Reduktion von Buffer Overflows



• automatische Updates, die nun auch fortgesetzt werden können und auch für kleinere Bandbreiten verträglich sind



• Update für Bluetooth



• aktualisierter WLAN-Client




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