Flash MX 2004: Entwickler im Brennpunkt

Flash MX 2004: Entwickler im Brennpunkt

30. September 2003 - Mit einer formularbasierten Entwicklungsumgebung, Projektkontrolle und zahlreichen Detailverbesserungen wird Flash auch für Anwender anderer Web-Entwicklungsumgebungen attraktiv.
Artikel erschienen in IT Magazine 2003/17

Flash MX 2004 mit revolutionären Neuerungen: Anders als beim Übergang von Flash 5 zu Flash MX, der in erster Linie die Bedienung vereinfachte, bringt die aktuelle Neuauflage des Web-Entwicklungstools fundamentale Änderungen in Arbeitsweise und Architektur. Das Hauptmotto: Weg von reinen Timeline-Abläufen hin zur Anwendungsentwicklung im klassischen Rapid-Development-Stil.



Dazu kommt erstmals eine Trennung in die zwei funktional unterschiedlich ausgestatteten Versionen MX 2004 und MX 2004 Professional: Flash wird zur Produktfamilie. Der Wermutstropfen dabei: Die wichtigsten Verbesserungen finden sich nur in der Professional-Edition, die empfindlich mehr kostet als die Standardausgabe.
Passend zum Tool bringt der Hersteller gleichzeitig die siebte Ausgabe des Flash-Players auf den Markt, die zusammen mit dem überarbeiteten Compiler Flash-basierte Anwendungen schneller ablaufen lässt - laut Macromedia mit zwei- bis zehnmal mehr Speed, was sich in der Praxis vornehmlich bei komplexen Animationen zeigt.


Das Neue im Überblick

An der Oberfläche ändert sich wenig. Das praktische, monolithische Interface der MX-Generation mit den flexibel zusammenstellbaren, im Normalfall aber am Hauptfenster angedockten Paletten bleibt. Neu erscheint auf Wunsch am Beginn der Flash-Sitzung eine Startseite. Sie stellt kürzlich geöffnete Dokumente zum Öffnen bereit, erlaubt das Anlegen neuer Dokumente verschiedener Typen - neben .fla-Files auch Actionscript- und JavaScript-Dateien - und präsentiert Vorlagen für gängige Anwendungen, die über das hinausgehen, was das bisherige MX-Produkt bot.



Der Rest der Neuerungen steht ganz im Zeichen der Arbeitserleichterung. Mit den Timeline-Effekten erledigt man manches in einem Zug, was bisher mehrere Schritte erforderte. Die Parameter für die Animation der Objekte auf der Flash-Bühne lassen sich über Assistenten kontrollieren; der Gesamteffekt kann später ohne kompliziertes Manipulieren von Keyframes abgeändert oder gelöscht werden. Möglich sind Effekte wie Transformation, Mehrfachkopien in ein Raster oder Explodieren. Flash erzeugt automatisch die nötigen Layers, Objekte und Keyframes und versteckt die Zwischenstadien.
Die neuen Behaviors - ähnlich von Dreamweaver her bekannt - erlauben einfache Interaktivität ohne Scripting: Der Code für Navigations- und Mediensteuerungselemente wird automatisch generiert. Neben den mitgelieferten können weitere Behaviors selbst geschrieben oder von der Macromedia-Exchange-Website heruntergeladen werden.
Verschiedene Detailverbesserungen umfassen den Import von PDF-Dateien und EPS-Files im
Illustrator-10-Format, einen Video-Import-Wizard mit elementaren Editing-Features, ein Polystar-Tool zum Erzeugen von Sternen und Vielecken mit beliebiger Anzahl Seiten, Publishing-Profile für unterschiedliche Endgeräte-Szenarien, ein Strings-Panel, mit dem alle Texte einfach in mehreren Sprachen lokalisiert werden können, ein History-Panel sowie ein neu gestaltetes Hilfe-Bedienfeld, das Produktmanuals und Tutorials zusammenfasst und auf Wunsch übers Internet automatisch aktualisiert. Dazu kommen haufenweise Arbeitshilfen, zum Beispiel die optionalen Hilfslinien, die beim Verschieben eines Objekts erscheinen, sobald es in die Nähe eines anderen Objekts gelangt - ein Segen für die manuelle Ausrichtung.



 
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