Printing-Strategien auf dem Vormarsch

Printing-Strategien auf dem Vormarsch

1. Juli 2003 - Bis anhin herrschte bei der Beschaffung von Output-Geräten purer Wildwuchs. Im Zug des Kostendrucks gewinnen nach der Client-, Server- und Storage-Konsolidierung auch unternehmensweite Printing-Strategien an Gewicht.
Artikel erschienen in IT Magazine 2003/13

Noch nie wurde so viel gedruckt wie im "papierlosen Büro" - elektronisches Messaging und die Abwicklung praktisch aller Geschäftstransaktionen über IT-Systeme haben nicht etwa zu einem geringeren Druckvolumen geführt; der Papierverbrauch ist vielmehr explosionsartig gestiegen: Laut IDC-Studien stieg die Anzahl im Büroumfeld ausgedruckter Seiten weltweit allein zwischen 1997 und 2002 von fünfhundert Milliarden auf fast zweieinhalb Billionen.



Eine interessante Erkenntnis der IDC-Untersuchungen: Während immer mehr gedruckt wird, stagniert die Menge an Fotokopien seit einigen Jahren.


Drucken oder Kopieren?

Noch 1997 wurde mehr kopiert als gedruckt; seit 1998 liegen die Verhältnisse umgekehrt.
Ein Grund dafür ist die zunehmende Verschmelzung der ehedem getrennten Gerätekategorien: Es gibt kaum mehr einen modernen Kopierer, der nicht zumindest als Option mit einem Netzwerkanschluss ausgerüstet werden kann. Da druckt man schnell mal gleich fünf "Originale", statt einmal zu drucken und dann zu kopieren.



Auf der anderen Seite bieten viele Druckerhersteller zu ihren High-End-Laserprintern Scanner-Aufsätze an, mit denen der Drucker zu einem vollwertigen Kopierer wird - oft ist damit der Bedarf an Kopierleistung bereits gedeckt, und es muss kein dedizierter Fotokopierer mehr angeschafft werden.



IDC-Analyst Paul Withington sieht denn auch in den multifunktionalen Geräten (MFP) die eigentliche Output-Zukunft: "Multifunktionales Printing ist die Plattform, auf der Output-Lösungen realisiert werden sollten. Die Unternehmen befassen sich zunehmend mit dem Management und der Verteilung von Dokumenten, und MPF-Geräte bieten sich für diese Strategie als idealer Hub an." Kombigeräte sind also nicht bloss nette Nischenprodukte, sondern ein zunehmend wichtiges Marktsegment. Neben der Integration mehrerer Funktionen in einem letzten Endes weniger kapitalintensiven vereinigten Gerät benötigt ein MPF auch weniger Stellplatz und Energie als mehrere Geräte mit Einzelfunktionen.



Aus der Sicht der Druckerhersteller kommt, so IDC, dem Ersatz bestehender analoger Fotokopierer durch Multifunktionsdrucker besondere Bedeutung zu: "Hier ist eine grosse installierte Basis vorhanden, die es zu gewinnen gilt." Traditionelle Kopierer-Companies müssen sich also warm anziehen - das gilt aber auch umgekehrt: Immer mehr werden Drucker- und Kopiererhersteller um den gleichen Kuchen kämpfen. Ob Firmen wie Canon, Kyocera Mita oder Brother besonders gut dastehen, die heute schon beides anbieten, wird sich noch weisen. In die Bredouille geraten auf jeden Fall Hersteller, die nur reine Fotokopierer anbieten.



 
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