SQL Server 2008 für Entwickler

SQL Server 2008 für Entwickler

12. September 2008 - Mit dem Entity Data Model und LINQ bringt der SQL Server 2008 fundamental neue Konzepte mit. Diese bieten neue Möglichkeiten, sind aber auch eine Herausforderung.
Artikel erschienen in IT Magazine 2008/16

Mit seinem Ansatz einer Datenplattform bringt der SQL Server 2008 auch viele neue Funktionen für Entwickler, um mit unterschiedlichsten Arten von Informationen – von klassisch strukturierten Daten über XML und
Dokumente bis hin zu geospatialen Daten – umgehen zu können. Ein wichtiges Konzept ist dabei das neue Entity Data Model, das – wie übrigens auch in anderen Bereichen – den Schritt weg von einer Datensicht hin zu einer Objektsicht macht, wie man sie sonst erst mit Hilfe eines ORM erhält


Dieses Modell steht oberhalb der Datenstrukturen, die in den SQL-Server-Datenbanken abgelegt werden, und kann von unterschiedlichsten Services der SQL-Server-Infrastruktur genutzt werden. Die Entities sind abstrakte Objekte, mit denen beispielsweise Business-Objekte oder eben Business-Entities wie der Kunde, der Lieferant, ein Vertrag, eine Rechnung oder andere Informationen abgebildet werden können. Diese Entities sind damit eine logische Sicht auf Datenstrukturen, die in den Datenbanken weiterhin in Tabellen und rela­-tio­nalen Strukturen abgelegt sind. Zwischen den Entities lassen sich Beziehungen modellieren. Der Zugriff auf solche Entities kann über das neue ADO.NET Entity Framework (detaillierte Besprechung in InfoWeek 18) erfolgen. Anwendungen können damit ohne Kenntnis der zugrundeliegenden Datenstrukturen mit solchen logischen Entities arbeiten. Das vereinfacht die Entwicklung von Business-Anwendungen signifikant, weil man auf einer höheren Ebene arbeitet.


Vorhersagbarkeit und Analyse

Eines der Probleme, die sich gerade auch beim SQL Server 2005 gezeigt haben, ist die Herausforderung, komplexere Abfragen effizient zu gestalten, wenn das System im Hintergrund versucht, das Verhalten für die Abfragen zu optimieren. Hier greifen verschiedene Neuerungen, die sowohl für Administratoren als auch Entwickler relevant sind. Eine davon ist das «Plan Freezing», mit dem sich definierte Abfragepläne verwenden lassen. Damit werden die Stabilität und die Vorhersagbarkeit von wiederkehrenden Abfragen erhöht, was vor allem bei der Entwicklung von Anwendungen mit komplexen Abfragen und entsprechenden Herausforderungen bezüglich der Performance von Bedeutung ist


Aber auch andere Optimierungen wie der Resource Governor sowie die Funktionen für die Predictive Analysis der SQL Server Analysis Services sind in diesem Bereich einzuordnen. An der Schnittstelle zwischen Entwicklern und Administratoren gibt es damit wesentliche Neuerungen, die auch helfen, Probleme, die ansonsten erst in der Laufzeitumgebung sichtbar werden, zu minimieren, wenn nicht gar zu eliminieren.

 
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