Masterplan für die Windows-7-Migration

Masterplan für die Windows-7-Migration

25. Oktober 2010 - Bei vielen Unternehmen steht aktuell die Migration auf Windows 7 an. Richtig vorbereitet kann man diese mit Hilfe von System Management weitgehend automatisieren.
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/11
Einem Migrationsvorhaben vorausgehen sollte auf jeden Fall ein Windows 7 Readiness Check, um zu prüfen, inwieweit die IT-Landschaft für das neue Betriebssystem vorbereitet ist. (Quelle: Vogel.de)

Die Einführung von Windows 7 kann ein spannendes Unterfangen sein. Muss sie aber nicht. Mit der richtigen Vorbereitung und der richtigen Strategie für das Systemmanagement können viele der Unwägbarkeiten bereits im Vorfeld eliminiert und damit die Erfolgsquote maximiert und die Kosten minimiert werden.


Ein Grossteil der Schweizer Unternehmen plant aktiv einen Umstieg auf Windows 7 innerhalb der nächsten sechs bis 18 Monate. Doch die wenigsten Firmen wissen heute, wie dieser Umstieg vonstatten gehen soll. Untersuchungen bei verschiedenen namhaften Schweizer Unternehmen haben gezeigt, dass nur gut die Hälfte der momentan eingesetzten Anwendungen überhaupt zu Windows 7 kompatibel ist.


Einem Migrationsvorhaben vorausgehen sollte auf jeden Fall ein Windows 7 Readiness Check, um zu prüfen, inwieweit die IT-Landschaft für das neue Betriebssystem vorbereitet ist. (Quelle: Vogel.de)
Bei richtliniengesteuerten Endpoint Management Systeme können einmalig Policies definiert werden, deren Einhaltung das Endpoint Management System selbsttätig rund um die Uhr überwacht. (Quelle: Vogel.de)
(Quelle: Vogel.de)


Eigene Landschaft prüfen

Der erste Schritt einer Migration auf Windows 7 sollte daher immer ein sogenannter Windows 7 Readiness Check sein. In diesem wird ermittelt, welche der derzeit eingesetzten Software-Produkte zu Windows 7 kompatibel sind. Auch die Hardware wird auf ihre Windows-7-Fähigkeit getestet. Der Windows 7 Readiness Check sollte dabei einhergehen mit einer Bestandsaufnahme der tatsächlich eingesetzten Hard- und Software. Dabei werden alle Rechner im Netz mit einer zuverlässigen Hard- und Software-Inventarisierungslösung abgescannt, anstatt die Analyse nur aufgrund von manuell geführten Listen durchzuführen. Die automatischen Scans haben schon bei manchem Unternehmen für Überraschungen gesorgt, mit der Erkenntnis, dass deutlich mehr SoftwareProdukte eingesetzt werden als ursprünglich vermutet. Hier muss die Entscheidung gefällt werden, welche dieser Software-Produkte überhaupt für den weiteren Einsatz in der neuen Landschaft relevant sind. Oft lassen sich einige der heute eingesetzten Produkte bereits dadurch eliminieren, dass diese entweder nicht arbeitsnotwendig sind oder, dass deren Funktion von Basisfunktionen des neuen Betriebssystems bereits gedeckt sind. Alle restlichen Software-Produkte werden analysiert und dem Windows-7-Kompatibilitätstest unterzogen. In den Kompatibilitätstest fliessen im Idealfall nicht nur die Information der Hersteller-Kompatibilitätslisten ein, sondern auch unabhängige Informationen, zum Beispiel aus langjähriger Software-Paketiererfahrung.


Die Auswertung von derartigen Kompatibilitätstests bei diversen Schweizer Unternehmen hat ergeben, dass durchschnittlich nur 56 Prozent der eingesetzten Softwareprodukte direkt unter Windows 7 32-Bit lauffähig wären, und nur 51 Prozent unter Windows 7 64-Bit. Weitere 38 Prozent müssen auf eine aktuelle Version aktualisiert werden. Der Rest, immerhin 6 Prozent bei einer 32-Bit-Architektur und 11 Prozent bei einer 64-Bit-Architektur, ist zu Windows 7 grundlegend inkompatibel oder es steht noch kein Windows-7-fähiges Update zur Verfügung. Für alle diese Anwendungen muss eine sinnvolle Migrationsstrategie gefunden werden, folgt doch einem Update einer Anwendung oftmals auch ein Update der zugehörigen Server-Komponenten oder der von der Anwendung erzeugten Dokumente beziehungsweise der für die Anwendung entwickelten Makros. Auch wird eine Migration zu Windows 7 oftmals mit der Einführung einer Windows 2008 R2 Server- und Directory-Landschaft oder einem Update der Exchange Server verknüpft, was wiederum Auswirkungen auf die unter Windows 7 zu verwendenden Anwendungen und deren Versionen hat.

Manche auf den ersten Blick nicht für Windows 7 gedachte Anwendungen können gegebenenfalls mit Hilfe von Anwendungsvirtualisierung, wie zum Beispiel der Symantec Workspace Virtualization im Rahmen des Endpoint Managements doch noch unter Windows 7 lauffähig gemacht werden. Bei der Anwendungsvirtualisierung werden die Anwendungen nicht direkt in das Betriebssystem installiert, sondern in eine Art Zwischenschicht, welche Anwendung und Betriebssystem trennt. Im Idealfall ist die Anwendungsvirtualisierung in der Lage, diese Trennung sowohl absolut als auch durchlässig zu gestalten, so dass wahlweise die Anwendungen trotzdem mit dem Betriebssystem kommunizieren können, zum Beispiel für Copy&Paste oder Explorer-Erweiterungen. Die Anwendungsvirtualisierung eignet sich somit auch für das schnelle An- und Abschalten in Multiuser- oder Roaming-Concurrent-User-Umgebungen.

 
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