Krise virtuell bewältigen

Krise virtuell bewältigen

26. April 2010 - Die Wirtschaftskrise hat in der Schweiz 37 Prozent der Unternehmen dazu veranlasst, in Virtualisierung zu investieren. Und der Trend soll weitergehen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/05

Gründe gegen Virtualisierung

(Quelle: Vogel.de)

Die weltweite Wirtschaftskrise scheint die Virtualisierung beflügelt zu haben – sowohl im Server- als auch im Desktop-Bereich, wie eine Studie von Vanson Bourne zeigt. Die Marktforscher haben im Auftrag von CA zwischen September und Dezember 2009 550 IT-Leiter und Senior IT Manager aus Unternehmen in 14 europäischen Ländern – darunter auch die Schweiz – zum Thema Virtualisierung befragt. Der Report «Unleashing the Power of Virtualization 2010» zeigt, dass 77 Prozent der Umfrageteilnehmer in der Schweiz Server-Virtualisierung einsetzen oder zumindest planen, die Technologie einzuführen (Europa: 70%). Auch Desktop-Virtualisierung wird in 63 Prozent der befragten Unternehmen in unserem Land verwendet oder ist geplant (Europa: 44%).


Weiter offenbart die Studie, dass sich in der Schweiz 37 Prozent der Firmen auf Grund der Krise für Server-Virtualisierung entschieden haben (Europa: 29%) – bei der Desktop-Virtualisierung sind es immerhin 14 Prozent (Europa: 15%). Ein ähnliches Bild zeichnet der Report «2010 IT Spending and Storage Budgets» der Analysten von IDC. Untersucht wurden hier die Investment-Prioritäten der CIOs für das laufende Jahr. Demnach beurteilen 47,8 Prozent der IT-Leiter die Server-Virtualisierung als vorrangig, immerhin 19,3 Prozent bezeichnen derweil Client-Virtualisierung als prioritär.


Betrachtet man den Implementierungsgrad der Server-Virtualisierung, so geben 41 Prozent der von Vanson Bourne befragten Unternehmen in der Schweiz an, die Technologie komplett implementiert zu haben (Europa: 23%), während 19 Prozent mit der Planung begonnen haben (Europa: 15%). Weniger verbreitet ist die Desktop-Virtualisierung. In Europa haben erst 11 Prozent die Technologie vollständig implementiert, während sich 30 Prozent noch in der Planungsphase befinden. Die Schweiz hebt sich hierbei etwas vom europäischen Durchschnitt ab, haben doch immerhin bereits 32 Prozent Desktop-Virtualisierungslösungen komplett implementiert und 36 Prozent die Planung in Angriff genommen.

(Quelle: Vogel.de)
(Quelle: Vogel.de)


Hoffnungen und Hindernisse

Zu den Erwartungen, die Schweizer Unternehmen an Desktop- und Server-Virtualisierung haben, gehören Kosteneinsparungen, die Erhöhung der Service-Level-Reliabilität sowie die Rüstung für den Aufschwung.


Doch auch die Gründe, weshalb sich Firmen gegen Virtualisierung entschieden haben, sind vielfältig und reichen von keiner Priorität, dem Fehlen von Erfolgsgeschichten über zu diverse Systeme im Unternehmen bis hin zu fehlendem Budget und mangelnder Inhouse-Erfahrung sowie den Kosten.

 
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