Gratis-Informationen sind schlechte Ratgeber

Gratis-Informationen sind schlechte Ratgeber

25. Januar 2010 - Früher – vor dem Internet – früher, da war das Archiv, die unverzichtbare Basis jeder Wissensarbeit. Regale vollgestopft mit Akten und Bibliotheken bildeten das Fundament von Geschäftsanalysen,
Artikel erschienen in IT Magazine 2010/01

Früher – vor dem Internet – früher, da war das Archiv, die unverzichtbare Basis jeder Wissensarbeit. Regale vollgestopft mit Akten und Bibliotheken bildeten das Fundament von Geschäftsanalysen, Wissenschaft und Journalismus. Heute sammelt kaum mehr jemand selber Nachrichten. Es ist ja alles im Netz. Wenn ich etwas wissen will, zücke ich mein iPhone und schon poppt die Antwort auf den Bildschirm.



Informationen für alle

Diese allgegenwärtige Verfügbarkeit jedwelcher Informationen hat unsere Gesellschaft grundlegend verändert. Die archivierten Erkenntnisse sind nicht mehr nur einem kleinen Kreis zugänglich, der Kraft seiner Ausbildung oder Stellung Zugang zu den Wissenstresoren hat. Jeder kann über Google suchen und finden. Viele Webaktivisten sehen denn auch das Internet als Nukleus für die Demokratisierung der ganzen Welt. Nun wissen wir allerdings schon länger, dass in der Realität der schönen neuen Wissensdemokratie aussen vor bleibt, wer keinen schnellen Internet-Zugang hat. Und auch bei denen, die drin sind, lassen sich nach 15 Jahren WWW-Wirklichkeit die gleichen sozialen Unterschiede erkennen wie ehedem. Kinder aus sogenannt bildungsferneren Familien gamen bevorzugt. Die Gymi-Schüler aber lernen, wie sie auch versteckte Quellen finden.

Trotz dieser offensichtlichen digitalen Gräben bleibt aber unbestreitbar, dass heute mehr Menschen Zugang zu unvergleichbar mehr Informationen haben als je zuvor. Alles auf gutem Weg also?

 
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