Was macht eine gute Mitarbeiterführung aus?

Was macht eine gute Mitarbeiterführung aus?

30. November 2009 - Viele Mitarbeiter träumen von einer Karriere als Manager. Doch längst nicht alle bringen das notwendige Rüstzeug mit, das es braucht, um als Führungskraft erfolgreich zu sein.
Artikel erschienen in IT Magazine 2009/12

Legio patria nostra – die Legion ist unser Vaterland. So lautet der Leitspruch der französischen Fremdenlegion. Dieser Merksatz galt auch an jenem verhängnisvollen 30. April 1863, als sich 62 Legionäre unter der Führung des Hauptmanns Jean Danjou im vom Bürgerkrieg geschüttelten Mexiko einer Übermacht von 2000 Mexikanern in Camerone entgegenstellten. Einen Tag lang kämpften die Legionäre gegen einen übermächtigen Feind und wurden dabei bis fast auf den letzten Mann niedergemetzelt. Später wurde auf dem Schlachtfeld die hölzerne Handprothese des Hauptmanns Danjou gefunden, die heute im Legionärsmuseum von Aubagne hinter Glas auf einem Samtkissen liegt.


Seither gilt der 30. April als höchster Feiertag der Legion. In einer Parade wird den angetretenen Truppen die Mahagoni-Hand des Hauptmanns Danjou präsentiert, welche die Legionäre an all jene Tugenden erinnern soll, denen sie sich verschrieben haben. Gleichzeitig ist diese Hand aber auch Sinnbild für einen Vorgesetzten, der seine Untergebenen selbst dann nicht im Stich liess, als die Lage ausweglos war, und der für seine Vorbildfunktion am Ende gar sein Leben gelassen hat.


Erfolgreiche Mitarbeiterführung

In der Geschäftswelt geht es glücklicherweise in den seltensten Fällen um Leben und Tod. Doch die Kunst, Menschen gerade auch in schwierigen Situationen zu führen, gehört mit zu den zentralen Aufgaben eines erfolgreichen Managers. Aber was ist eigentlich gute Führung? Je nachdem, wem man diese Frage stellt, bekommt man darauf die unterschiedlichsten Antworten. So träumen die einen vom gerechten Diktator, andere wiederum sehnen sich nach einem Vorgesetzten mit emotionaler Intelligenz. Eine weitere Gruppe wünscht sich ein charismatisches Alpha-Tier als Chef, der es mit angeborenem Machtinstinkt versteht, Leute hinter sich zu scharen.

Je mehr man sich mit der Thematik des Führens auseinandersetzt, umso klarer wird, dass es wohl nicht nur eine seeligmachende Leadership-Methode gibt. Diese Erkenntnis mag mitunter verunsichern und verwirren. Ruth Seliger vergleicht denn auch in ihrem Buch mit dem Titel «Das Dschungelbuch der Führung» die Führung mit einem Urwald. Genauso wie dieser sei die Leitung von Mitarbeitern mitunter vielfältig, undurchsichtig, überraschend oder gar beängstigend. Weiter zeigt sie auf, dass Führung ein komplexer Vorgang ist, der sich in einem komplexen Umfeld ereignet und an dem immer mehrere Personen und viele Umstände beteiligt sind. Leadership, so die Einschätzung von Seliger, ist mindestens so stark ein Organisations- wie ein Persönlichkeitsphänomen. Mit der in ihrem Buch beschriebenen Leadership Map möchte sie darum dem Leser eine Art Kompass in die Hand geben, mit dessen Hilfe sich dieser im «Führungsdschungel» zurechtfinden kann.

 
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