Ein ERP ist kein iPhone

Ein ERP ist kein iPhone

6. Oktober 2009 - Die Benutzerschnittstelle ist für den Erfolg einer Business-Software entscheidend. Diese Erkenntnis hat in den letzten Jahren immer mehr an Gewicht gewonnen. Die Hersteller reagieren
Artikel erschienen in IT Magazine 2009/10

Die Benutzerschnittstelle ist für den Erfolg einer Business-Software entscheidend. Diese Erkenntnis hat in den letzten Jahren immer mehr an Gewicht gewonnen. Die Hersteller reagieren darauf mit intuitiven Drag&Drop-Clients, in denen sich auch Ungeübte schnell zurechtfinden, und mit dynamischen Grafiken, die dem Finanzer und anderen Verantwortlichen eindrücklich die Geschäftsentwicklung vor Augen führen. Aber dienen coole Web-2.0-Features und Rennwagentacho-artige Umsatzanzeigen auch der Effizienzsteigerung, dem eigentlichen Ziel eines ERP-Systems? Zweifellos beeinflussen moderne Oberflächen die Kaufentscheidung. Aber eine Nutzerführung, die im ersten Moment beeindruckt, kann mit der Zeit zum mühseligen Pferdefuss mutieren.




Intuitivität vs. Produktivität

Was viele Anwender angesichts interaktiver Features und toller Grafik zu vergessen scheinen: Ihr ERP-System ist ein Arbeitsinstrument. Als solches muss es vor allem den funktionalen Anforderungen im täglichen Gebrauch genügen und nicht wie ein iPhone Bedienungsspass bereiten. Wenn sich die Mitarbeitenden für jede Datenerfassung durch eine Reihe von sogenannt intuitiven Programmpunkten klicken müssen, bremst dies ihre Produktivität empfindlich aus und ihre anfänglich positive Einstellung zur tollen Oberfläche kippt schnell ins Negative. So wundert es auch nicht, dass in der letzten Schweizer ERP-Zufriedenheitsstudie des Zürcher Beratungsunternehmens i2s die Ergonomie – allen Herstellerinvestitionen in moderne Interfaces zum Trotz – einer der wenigen Punkte war, die sich im Vergleich zu früheren Erhebungen verschlechtert haben.

 
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