Erfolgreiche Datenmigration: So geht’s

Erfolgreiche Datenmigration: So geht’s

Erfolgreiche Datenmigration: So geht’s

(Quelle: Pixabay/Geralt)
Artikel erschienen in IT Magazine 2019/09
Seite 1
31. August 2019 -  Datenmigrationen und Migrationsprojekte werden früher oder später zur Herausforderung. Mangelnde Daten­qualität ist dabei nur eine von vielen Schwierigkeiten, die es zu bewältigen gibt.
Damit eine Datenmigration zum Erfolg führen kann, müssen einige kritische Erfolgsfaktoren definiert werden. Doch auch ein stetiger Optimierungsprozess gehört zu einer erfolgreichen Migration, denn es können verschiedenste Gegebenheiten auftreten, die eine Migration erschweren beziehungsweise erheblich verzögern und auch verteuern können. Diese müssen daher unbedingt rechtzeitig untersucht und, sofern das möglich ist, umschifft werden. Grundsätzlich gilt es dabei zwei Problembereiche zu beachten.

Fehlende Dokumentation des Altsystems

Altsysteme sind häufig kaum oder nur spärlich dokumentiert. In ihnen befindet sich aber oftmals über die Jahre hinweg gewachsenes Wissen über Geschäftsprozesse. Wenn dieses Wissen aber beispielsweise nur im Code implementiert ist und keine dazugehörige Beschreibung existiert, kann das angesammelte Wissen bei der Ablösung des Systems verloren gehen und muss mühselig nachträglich dokumentiert werden.

Zusätzlich kann es sein, dass viele der ursprünglichen Programmierer und Experten, die einst an der Entwicklung eines Altsystems beteiligt waren, das Unternehmen verlassen oder aber den Aufgabenbereich gewechselt haben und deren Expertise somit allenfalls nicht mehr zur Verfügung steht. Dazu können Verständnisprobleme kommen, die beispielsweise durch lückenhafte, inkonsistente oder fehlende Dokumentation verursacht werden.

Wenn ein ­Auftraggeber, der seine Daten gerne migrieren würde, seine Wünsche und Anforderungen an das zukünftige System derweil nur teilweise oder ungenau beschreiben kann, kommt die Herausforderung dazu, dass Entwickler nur partiell nachvollziehen können, welche Anforderungen durch die Datenmigration abgedeckt werden sollen. Das kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass die ­eigentlichen Ziele des Auftraggebers nur unzureichend erfüllt werden und am Schluss sowohl Auftraggeber als auch -nehmer unzufrieden zurückbleiben.

Mängel im Altdatenbestand

Daten können zudem eine Reihe von Defiziten aufweisen. Typische Mängel sind beispielsweise:
• Identische Schreibweisen für verschiedene Sachverhalte
• Sonderzeichen als Platzhalter in Feldern von Datenbankdaten
• Daten in Altsystemen können unvollständig sein
• Unterschiedliche Quellen spiegeln unterschiedliche Bearbeitungsstände von Dokumenten beziehungsweise Vorgängen wider, dazu gehören auch "Dateileichen", die jahrelang nicht gepflegt wurden

Schlechte Datenqualität ist deshalb eine der grössten Herausforderung bei der Datenmigration und sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Um diese Herausforderung zu bewältigen, müssen diese Mängel bereinigt werden oder es muss ein Validierungsprozess im Zielsystem eingebaut werden, damit Daten nach der Migration so angepasst werden können, dass im neuen System keine Probleme auftreten.
 
Seite 1 von 3
Nächste Seite

Neuen Kommentar erfassen

Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.
Anti-Spam-Frage Wieviele Zwerge traf Schneewittchen im Wald?
Antwort
Name
E-Mail
NEWSLETTER ABONNIEREN
Abonnieren Sie unseren täglichen Newsletter mit den wichtigsten ICT-Meldungen
SWISS IT MAGAZINE - AUSGABE 2019/10
Schwerpunkt: Application Management Services
• Application Management 2019
• Auch bei KMU spricht alles für die Cloud
• Containerlösungen - die Symphonie für die ­Unternehmens-IT
• Mobile Apps: Trends und Vorgehensweisen
• Innovationstreiber Application Management
Zum Inhaltsverzeichnis
SPONSOREN & PARTNER