Sunrise bietet 5G mobil und stationär

Sunrise Internet Box 5G - HTC 5G Hub

Sunrise bietet 5G mobil und stationär

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/12
Seite 2

Viel Power & Funktionen für einen Hotspot

HTC verwendet im 5G Hub einen Snapdragon-855-Prozessor von Qualcomm, 4 GB RAM und 32 GB integrierten Speicher. Dies alles wird kombiniert mit dem Snapdragon-X50v2-5G-Modem. Das sorgt für genügend Power und ein flüssiges Erlebnis bei der Steuerung des Hubs. Einziges Manko: Bei vielen am WLAN-Netzwerk angehängten Geräten wird das Gehäuse relativ warm.

841 Franken sind sicher ein stolzer Preis für einen Hotspot, auch wenn es sich beim HTC 5G Hub ja um mehr handelt. Dennoch macht ein Hotspot zu diesem Preis nur dann Sinn, wenn man diesen wirklich jetzt schon mit 5G braucht, da schlicht keine Alternativen existieren. Die Smart-Home-Features sind nett, bringen nebst der Nutzung des Gerätes als Hotspot letztendlich aber reichlich wenig Zusatznutzen und können deshalb den hohen Preis nur teilweise rechtfertigen.

Dank Android 9.0 Pie und der bereits erwähnten Smart-Home-Funktionen können aber Fernsehsendungen und Filme, etwa aus Anwendungen wie Netflix, auf dem Hub selbst angesehen oder via USB-C-Anschluss vom Gerät zu einem HDMI-­Anschluss an einen Fernseher ausgegeben werden. Auch Screen-Mirroring oder -Casting ist möglich. Das macht den Hub ideal für unterwegs, wenn man etwa Multimedia-Inhalte in einem Hotelzimmer ansehen möchte. Zudem steht ein MicroSD-Steckplatz für eigene Inhalte bereit, etwa um auf einer Konferenz direkt Bilder von der Kamera auf ein grösseres Display, das auch noch Internet-Konnektivität bietet, zu bringen. In Sachen WiFi werden die Standards 802.11ad sowie WiFi 6 unterstützt, und HTC hat seinen Smart Hub auch mit einem Ethernet-Port ausgerüstet, um so die Konnektivität mit anderen Geräten einfacher zu gestalten. Ausserdem lässt sich das Gerät statt via SIM auch mit bestehenden WLAN-Netzen verbinden, wie man das von Smartphones gewohnt ist.

Bedienung und Komfort

Einschalten, hochfahren und verbinden, schon geht es los. Ähnlich wie auf einem Smartphone ist in Sekundenschnelle ein Hotspot eingerichtet. HTCs 5G Hub bietet davon gleich zwei Varianten, einmal ohne WiFi 6, einmal mit. Die Verbindung der Endgeräte mit dem WLAN-Netzwerk geschieht entweder über das Scannen eines QR-Codes auf dem Hub, das Eingeben eines (selber festlegbaren) Passworts oder durch die von Android bereitgestellte WPA-Funktionalität. Die WLAN-­Reichweite ist für einen mobilen Router derweil wirklich ordentlich. Man darf zwar nicht die Leistung eines stationären Routers erwarten, aber ein grosser Meeting-Raum oder eine mittelgrosse Wohnung bis etwa 60 m2 kann mit dem Hub sicher problemlos abgedeckt werden. Leider kann der HTC 5G Hub kein Dualband-WLAN. Es heisst also: Man muss sich zwischen 2,4 und 5 GHz entscheiden.

Eine WLAN-Repeater-Funktion ist ebenfalls nicht eingebaut, ein bereits vorhandenes WLAN-Netzwerk kann deshalb nicht als Netzwerkquelle genutzt werden. Das ist zwar schade, insbesondere da andere mobile Hotspots diese Funktion anbieten, fällt bei einem 5G Hotspot aber nicht allzu schwer ins Gewicht, da die Geschwindigkeit mittels Mobilnetz wohl ohnehin zumeist schneller sein dürfte, also etwa die des Hotel-WLANs.

Die Bedienelemente und Anschlüsse der Hardware sind derweil äusserst minimal gehalten, mit einem Power-Button an der Oberseite und Strom-, USB-C- und Ethernet-Anschlüssen sowie dem SIM-Kartensteckplatz auf der Rückseite. Der HTC 5G Hub ist ausserdem seitlich in ein feines Gewebe eingewickelt, ein netter Touch, der die Haptik des Geräts stark verbessert und für mehr Grifffestigkeit sorgt. Die Bedienung des Touchscreens kann etwas mühselig sein, was wohl mit dem Winkel zu tun hat, der entsteht, wenn das Gerät irgendwo aufgestellt wird, und der recht steil ausfällt. Doch die Interaktivität via Touchscreen ist wohl auch nicht der höchste Anspruch des HTC 5G Hub. Dafür ist die Software-Oberfläche sehr aufgeräumt und, abgesehen von einigen HTC-eigenen Anpassungen optischer Natur, dem Stock-Android sehr ähnlich.
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