Start-up Oxygen at Work

Dschungel as a Service - tief durchatmen

Dschungel as a Service - tief durchatmen

9. November 2019 - Das Zürcher Start-up Oxygen at Work macht Büros schöner, Immobilien umweltfreundlicher, Mitarbeiter gesünder und damit die Jahresbilanz hübscher - dank einem mietbaren Dschungel fürs Büro.
Artikel erschienen in IT Magazine 2019/11
Auf der Basis dieser Daten entwickelte das Unternehmen eine KI, die heute die installierten Raumkonzepte überwacht, optimiert und die Ergebnisse im Dash­board anzeigt. Anhand dieser Ergebnisse werden die Räume weiter optimiert, etwa, indem die Lüftung angepasst und Energie eingespart wird. "Bei einem Kunden konnten wir 42 Prozent der Lüftungsenergie einsparen, bei einem weiteren waren es sogar 84 Prozent. Das führt auch zu mehreren Tonnen eingespartem CO2 pro Jahr", kommentiert Winter.

Ein weiterer Vorteil sei die Attraktivität des Arbeitsplatzes selbst, die in Zeiten des Fachkräftemangels und der Konkurrenz von Google und Konsorten äusserts wichtig wurde. Gerade für Millenials, so Winter, sei dies ein massgeblicher Faktor bei der Stellensuche.

Die Jungunternehmer bezeichnen ihr Angebot als Environment as a Service (EaaS), das Produkt ist als Subscription-­Modell zu haben. Interessenten können von 17 Franken pro Arbeitsplatz und Monat ausgehen, Initialkosten fallen keine an. Dafür erhält der Kunde Beratung, Begrünung, Sensorik, Pflege der Pflanzen und Zugang zum Web Dashboard.

Das Angebot richtet sich an Firmen ab 50 Mitarbeiter, gegen oben gebe es keine Grenze, so Winter. So zählen auch Grosskonzerne wie Philip Morris, Cog­nizant und Swissgrid zu den Kunden von Oxygen at Work.

Organisches Wachstum

Gegründet wurde die Firma anfangs 2017 von Manuel Winter, seinem alten Jugendfreund Joel Bloch und Rita Salathé. Winter, heute 27 Jahre alt, hat seinen Hintergrund in der Betriebswirtschaft und arbeitete vor der Gründung bei Credit Suisse, Bloch hat einen Hintergrund in Biologie und bringt Start-up Erfahrung mit, während die 58-jährige Rita Salathé ihren Background im Gartenbau hat. Heute besteht das rund 10-köpfige Team neben den Gründern aus Umweltingenieuren, Pflanzenwissenschaftlern, Vertriebspersonal und Data Scientists.

Die Idee zu Oxygen at Work kam Joel Bloch, der sich in seinem eigenen Büro nicht mehr wohlfühlte und eine Änderung herbeiführen wollte. Während der Recherche manifestierte sich die Idee zu einem Pitch. "Wir haben uns anfangs mit einem rohen Konzept an zehn Grossunternehmen gewendet und wurden tatsächlich zu dreien eingeladen", erinnert sich der Gründer und fügt schmunzelnd an: "Wir mussten damals schnell eine Präsentation zusammenbasteln und konnten uns gar nicht vorstellen, welches Ausmass dies annehmen wird." Auch wenn sich keine Projekte daraus ergaben, so hatten die angehenden Unternehmer doch ein erstes Bewusstsein für ein Bedürfnis entdeckt. Das war der Kick-off, "die ersten richtigen Kunden waren dann aber harte Arbeit", so Winter.

Neuen Kommentar erfassen

Anti-Spam-Frage Was für Schuhe trug der gestiefelte Kater?
Antwort
Name
E-Mail
SPONSOREN & PARTNER