Datenmigration: Ein strategisches Projekt

Datenmigration: Ein strategisches Projekt

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/09
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Zusätzlich zu einem strukturierten, schrittweisen Vorgehen sollte ein Datenmigrationsplan auch einen Prozess zur Bereitstellung der richtigen Software und Tools für das Projekt beinhalten. Es existieren verschiedene Vorgehensweisen, eine Datenmigrationsstrategie zu entwickeln. Die spezifischen Geschäftsanforderungen eines Unternehmens können helfen, festzustellen, welche Strategie am besten geeignet ist. Die meisten Strategien lassen sich jedoch in eine von zwei Kategorien einteilen: Eine "explosive" Migration (Big-Bang-Migration), oder eine langsamere, inkrementale Übertragung von ­Daten (Trickle-Migration). Bei einer schnellen Datenmigration wird die vollständige Übertragung innerhalb eines begrenzten Zeitfensters abgeschlossen: Live-Systeme können ausfallen, etwa wenn während der ­Migration in eine neue Datenbank Daten die ETL-­(Extract, Transform, Load)-Verarbeitung durchlaufen.

Der Clou dieser Methode ist aber, dass alles in einem Zeitrahmen passiert, der relativ klein ist. Dadurch kann der Druck auf das Team und das gesamte Unternehmen jedoch wiederum sehr hoch sein, da das Unternehmen möglicherweise mit einer seiner Ressourcen offline arbeiten muss. Dies birgt die Gefahr einer fehlerhaften Umsetzung.

Bei Trickle-Migrationen hingegen wird der Migrationsprozess in mehreren Phasen vollzogen. Während der Implementierung werden das alte und das neue System parallel betrieben, wodurch Ausfallzeiten oder Betriebsunterbrechungen vermieden werden können. Prozesse, die in Echtzeit laufen, können die Daten kontinuierlich migrieren lassen.

Im Vergleich zum schnel­len Ansatz kann hierbei die Umsetzung komplexer sein. Diese zusätzliche Komplexität reduziert jedoch in der Regel die Risiken, anstatt solche hinzuzufügen.

Best Practices

Unabhängig davon, welche Implementierungsmethode angewendet wird, gibt es einige Best Practices zu beachten:
Sicherung der Daten: Falls bei der Implementierung etwas schief geht, kann es sich ein Unternehmen meist nicht leisten, Daten zu verlieren. Es gilt sicherzustellen, dass Backups existieren.
Strategie beibehalten: Oft werden Datenmigrationsstrategien erstellt und dann wieder über Bord geworfen, wenn der Prozess nicht reibungslos verläuft oder wenn Dinge ausser Kontrolle geraten. Hier gilt es, sich an den Plan zu halten, auch wenn es bei der Umsetzung zu Schwierigkeiten kommt.
Testen: Während der Planungs- und Designphase sowie während der Implementierung und Wartung sollten stets Tests durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass letztendlich das gewünschte Ergebnis erzielt wird.
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