CIO-Interview: "Der Erfolg der IT steht und fällt mit den Mitarbeitenden"

CIO-Interview: "Der Erfolg der IT steht und fällt mit den Mitarbeitenden"

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/09
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Allerdings ergeben sich durch diese Digitalisierung auch neue Herausforderungen, etwa bei der Datensicherheit.
Die Security-Thematik ist allgemein eine grosse Herausforderung in der heutigen Zeit. Bereits in der internen Informatik sind wir mit dem Thema Sicherheit schon sehr intensiv beschäftigt, und mit IoT kommt nochmals eine komplett neue Dimension dazu. Mussten wir bislang "nur" die IT-Security der Welt von Bühler sicherstellen, ist es nun nötig, auch die Daten der Anlagen unserer Kunden in der Cloud sowie auf dem Weg dorthin sicher zu machen. Diese Herausforderung ist gross. Das ist auch der Grund dafür, dass wir uns zusammen mit der Geschäftsleitung entschieden haben, systematisch ein Information Security Management System aufzubauen und nach ISO 27001 zertifizieren zu lassen – und zwar für IT- und IoT-Sicherheit, aber auch für das Thema Automation von Maschinen und Anlagen grundsätzlich. Denn diese Themen spielen mehr und mehr zusammen.

Wir haben über IoT-Dienste wie Predictive Maintenance gesprochen. Wie muss ich mir die Entwicklung dieser Dienste vorstellen?
Wir haben uns entschieden, eine zentrale IoT-Plattform aufzubauen, deren Entwicklung nicht direkt von der IT, sondern von unserem Chief Technology Officer (CTO) getrieben wird. Wir von der IT unterstützen die Plattform, was die Themen Operations und Security angeht. Die Plattform wird zentral bereitgestellt, und die einzelnen Business Areas haben dann die Aufgabe, ihre Services darauf zu entwickeln, denn sie kennen ihre Maschinen und ihre Lösungen am besten. Letztlich sind IoT-Services ja vor allem eine Erweiterung der Produktentwicklung, um Mehrwert für den Kunden zu generieren.
Bühler pflegt eine enge Partnerschaft mit Microsoft. Können Sie die Hintergründe hierzu ausführen?
Strategische Partner sind für Bühler sehr wichtig. Mit Microsoft verbinden uns zwei grosse Themen. Zum einen haben wir unsere IoT-Plattform basierend auf Azure IoT Services aufgebaut, zum anderen setzen wir auf Office 365 als globale Kommunikations- und Collaboration-Plattform, die von heute 12’000 Mitarbeitenden an über 100 Standorten genutzt wird. Gerade das Thema Collaboration ist bei Bühler ein zentraler Aspekt, sei dies in der Forschung und Entwicklung oder auch in Kundenprojekten, wo meist standortübergreifend gearbeitet wird.

Beim Thema IoT-Cloud hätte es durchaus Alternativen zu Microsoft gegeben. Warum der Entscheid für Microsoft?
Die Evaluation für eine einheitliche IoT-­Cloud wurde vor knapp drei Jahren durchgeführt. Damals haben wir uns alle grossen Player angeschaut. Für Microsoft gesprochen hat dann unter anderem das grosse und gut ausgebaute Partnernetzwerk. Zudem haben auch die kommer­ziel­len Aspekte gepasst.
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