Vereine verwalten leicht gemacht

Webling vs. Hitobito

Vereine verwalten leicht gemacht

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/05
Seite 3
Punkto Bedienung ist Webling das, was es sein soll: Die Oberfläche ist benutzerfreundlich, mehr oder weniger selbsterklärend und es gibt neben dem E-Mail-Support eine ausführliche Dokumentation zur Selbsthilfe. Die meisten Benutzer mit überschaubaren Aufwänden für ihren Verein können damit durchaus ohne externe Hilfe eine Webling-Instanz pflegen. Über neue Features wird, wie erwähnt, im Webling-Forum abgestimmt, diese werden von Usystems in der Folge entsprechend umgesetzt. Das Webling-Portal lässt sich übrigens auch angenehm im Browser bedienen, hier muss man, wenn man die übersichtliche Mobile-Version nutzen will, aber auf die Buchhaltung und detaillierte Admin-Einstellungen verzichten.

Hitobito geht in Sachen Features einen anderen Weg. Da die Lösung für grosse Organisationen entwickelt wurde, punktet sie auch in diesem Bereich besonders: Die meisten Hitobito-Anwender haben zehntausende Mitglieder, oftmals sind diese in vielen Unterorganisationen weiter verstreut. Dies stellt die Dachorganisationen vor eine schwer zu lösende Aufgabe, nämlich die exakte und übersichtliche Abbildung einer komplizierten Vereinsstruktur und die interne Kommunikation. Hitbito bietet eine Reihe von Features, welche Abhilfe schaffen: Dank einem ausgefeilten Rollen- und Berechtigungskonzept können über alle Ebenen hinweg detaillierte Zugriffe gesetzt werden, weiter verfeinert wird der Mitglieder-Pool über Tags und Kontaktrelevanz. Alle Mitglieder der Organisation erhalten somit zugewiesene Rollen und Berechtigungen, welche Sichtbarkeit und Zugriffe optimal regeln können. Für die Kommunikation stehen eine Mailing-Funktion mit Mailchimp-Anbindung und eine Funktion für den seriellen Etikettendruck bereit. Exklusiv in Hitobito verfügbar ist ausserdem die detaillierte Verwaltung von Events, Kursen und den damit verbundenen Diplomen für die Absolventen der Lehrgänge.
Hitobito bietet zwar eine Funktion für die Erstellung und Verwaltung von Rechnungen an, was aber fehlt, ist eine Buchhaltungsfunktion. Zu dieser muss angemerkt werden, dass eine Organisation mit mehreren zehntausend Mitgliedern in der Regel auch eine deutlich kompliziertere Buchhaltung führt als kleinere Vereine. Diese Organisationen setzen tendenziell professionelle, umfänglichere Buchhaltungs-Software ein, die auch losgelöst von der Mitgliederverwaltung funktioniert, das Feature scheint, zumindest für die entsprechende Zielgruppe, daher nicht zwingend notwendig zu sein.

Die Bedienung der Hitobito-Cloud-­Instanz, die im Test verfügbar war, lässt sich mit Webling vergleichen: Die Plattform ist benutzerfreundlich, ansehnlich gestaltet und in vielen Fällen selbsterklärend. Und auch für die eher komplexen Tasks wie die Konfiguration von Berechtigungen und Rollen gibt es eine ausführliche Hilfe-Seite sowie, je nach Abo-Modell, Support vom Hersteller. Auch bei Hitobito gibt es eine Mobile-optimierte Version, die zwar den vollen Funktionsumfang abbildet, im Gegenzug dafür ein wenig von der Übersicht der Webling-­Mobile-Plattform einbüsst.
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Kommentare

Freitag, 7. Juni 2019 Dave
Toll Danke

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