Das Internet für Dienstleister

Start-up Apparranger

Das Internet für Dienstleister

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/05
Seite 2

Unterstützung an allen Fronten

Das Start-up verlangt von den Dienstleistern, die ihre Dienste auf der Plattform anbieten, keine Umsatzbeteiligung. Anbieter bezahlen nur dann, wenn ein Kunde tatsächlich einen Termin über die Plattform bucht. Standardmässig wird pro gebuchtem Termin, zumindest in der Schweiz, 1 Franken verrechnet. Geplant ist des weiteren eine Gebotsfunktion, die es Dienstleistern quasi erlaubt, mehr als den Mindestbetrag zu bieten, um als erstes Suchresultat zu erscheinen. Diese Funktion, so ist Sunic sicher, werde den Durchschnittserlös pro Terminbuchung stark steigen lassen, es sei denn, die Plattform verfügt über eine genügend grosse Anzahl Nutzer.

Darüber hinaus will die Plattform Dienstleister auch an anderen Fronten unterstützen, etwa durch Partnerschaften mit Softwarefirmen. So sollen beispielsweise Termine automatisch mit verschiedenen Kalendern synchronisiert werden können und die Integration der Plattform in bestehende Buchhaltungslösungen soll die automatisierte Abrechnung der erbrachten Dienstleistungen ermöglichen.

Dienstleister erhalten ausserdem etwa die Option, Bestandskunden mittels Rabatten dazu zu bringen, freie Termine zu buchen. Kunden, die dringend einen Termin möchten, können derweil automatisch benachrichtigt werden, sollte spontan ein Termin frei werden.

Besonders die Tatsache, dass Dienstleister keine Umsatzbeteiligung abdrücken müssen, soll, so Sunic, Apparranger von der Konkurrenz abheben. Der Hauptgrund, wieso Anbieter sich auf solchen Plattformen eintragen liessen, sei hauptsächlich die Möglichkeit zur Minderung der Opportunitätskosten.

Schritt für Schritt

Das Apparranger-Team besteht zurzeit aus dem Gründer, Josip Sunic, der auch als CEO amtiert, Stephan Widmer, der als COO die Verantwortung über Verkauf, Marketing, Administration und Personal trägt, Nikola Obradovic, der als CTO für die Produktentwicklung aber auch für das Marketing und den Vertrieb in den USA und Kanada zuständig ist und ganz neu dabei Christoph Ottiger, Chief Marketing Officer. Damit setzt sich das noch junge Unternehmen aus einer Riege von erfahrenen Unternehmern zusammen. So war Stephan Widmer etwa unter anderem Geschäftsführer in verschiedenen Unternehmen, und CTO Nikola Obradovic hat bereits mehrere Start-ups gegründet. Bis Ende 2019 soll das Team jedoch weiter ausgebaut werden, die genauen Ziele verrät Sunic allerdings nicht. Hier gilt es wohl auch noch die für Juni 2019 geplante Finanzierungsrunde über 800’000 Franken abzuwarten, wofür das Unternehmen natürlich auf der Suche nach Investoren ist. Mit dem Break-even rechnet Sunic bis Ende 2022. Bisher wurden durch die Gründer rund 400’000 Franken in das Start-up investiert.

"Für Juni 2019 ist die Lancierung der ersten Lösung für Masseure, Physiotherapeuten und Chiropraktiker geplant", verrät Sunic. Nach und nach sollen dann, quasi quartalsmässig, weitere Branchen, wie Ärzte, Taxiunternehmen, Restaurants oder Hotels dazukommen. "Für die Entwicklung der einzelnen Branchenlösungen arbeiten wir dabei eng mit Dienstleistern aus den entsprechenden Branchen zusammen." Das Interesse seitens Dienstleistern, bei der Entwicklung dieser Integrationen mitzuwirken, sei gross, so Sunic weiter, da die Lösung so haargenau auf die Zielgruppe zugeschnitten werden könne. Die Wahl der ersten Branche fiel dabei nicht zufällig aus. "Therapeuten werden Ärzte dazu animieren, Termine über Apparranger zu buchen", erläutert Gründer Sunic. "Sobald die Lösung für Therapeuten fertig ist, werden die Ärzte, die bereits mit Patienten über Apparranger vermitteln, kontaktiert. Zusammen mit diesen Ärzten wird dann eine Lösung für diesen Bereich entwickelt."
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