"Unbedingt den Frauenanteil erhöhen"

"Unbedingt den Frauenanteil erhöhen"

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/04
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Sie bieten Schulungen und Seminare unter dem Namen Noser Academy an. Steht dieses Programm nur für eigene Mitarbeiter bereit, und was ist die Idee hinter der Noser Academy?
Die Ausbildungen der Noser Academy wurden ursprünglich für unsere interne Aus- und Weiterbildung konzipiert. In Gesprächen mit Kunden merkten wir dann rasch, dass ebenfalls Interesse an den teils sehr spezifischen Kursinhalten, die man in der Form vielleicht nicht unbedingt bei Digicomp und Co. findet, vorhanden ist. Also haben wir die Academy geöffnet. Für uns ist das nicht zuletzt darum spannend, weil unsere Ingenieure mit Ingenieuren der Kunden oder potentiellen Kunden in derselben Ausbildung sitzen und sich persönlich kennenlernen.

Steht die Academy auch Nicht-Kunden offen?
Auch wenn ein Nicht-Kunde Interesse an einer Schulung zeigt, ist er sehr willkommen – vielleicht wird er irgendwann ja mal Kunde.

Für einen Informatiker, der sich weiterbilden will, ist es enorm schwierig, durch den Weiterbildungsdschungel in der Schweiz zu blicken. Haben Sie hier eine Empfehlung?
Als erstes würde ich ihm empfehlen, eine klare Standortbestimmung zu machen. Wo stehe ich zurzeit und wohin soll sich der Weg mittelfristig bis langfristig entwickeln. Die zweite Frage, die man sich stellen muss: Geht es darum, einen hoch anerkannten Titel zu erlangen und so eine der bekannten Institute zu wählen oder geht es eher darum, spezifisch die Wissenslücken zu schliessen – was dann eher auf eine modulare, spezifisch auf die Bedürfnisse abgestimmte Weiterbildung hindeutet. Weiter abzuwägen gilt, ob jemand lieber im klassischen Schulsystem oder beispielsweise mit Online-Seminaren im Selbststudium lernt. Und wenn all diese Fragen geklärt sind, gilt es, den passenden Anbieter zu finden.
Nebst der Mitarbeiter-Weiterbildung engagiert sich Noser Engineering mit Noser Young auch stark im IT-Nachwuchs.
Das ist richtig, die Lehrlingsausbildung ist etwas, das uns am Herzen liegt. ­Noser Young ist eine vor nahezu zehn Jahren gegründete und eigenständige Firma innerhalb der Noser-Gruppe mit je einem Standort in Bern und Zürich, die ausschliesslich den Zweck hat, Lernende auszubilden. Aktuell befinden sich knapp 90 Lernende bei Noser Young in Ausbildung – alles Informatiker.

Warum eine eigene Firma nur für Lehrlinge?
Noser Young ist eine Non-Profit-Organisation und unsere Investition in die Zukunft und in die Gesellschaft von morgen. Die Grundidee ist, Lernende schon von Anfang an praxisbezogen in den Arbeitstag zu integrieren, das ist in der Form einzigartig in der Schweiz. Von den knapp 90 Lernenden stammt rund die Hälfte aus der Noser-Gruppe, die andere Hälfte, die bei uns quasi ein Basislehrjahr absolviert, bilden wir für Partnerfirmen aus. Unser Aushängeschild hierbei ist Google. Google hat vor anderthalb Jahren beschlossen, in der Schweiz Lernende auszubilden – was für einen amerikanischen Konzern nicht selbstverständlich ist – und sich entschieden, diese Lernenden zuerst ein Jahr zu uns zu schicken. So bringen sie bereits ein gutes Basiswissen mit, wenn sie anschliessend ihre Lehre bei Google selbst fortführen. Ähnlich ist die Situation bei Accenture.
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