"Kunden möchten die Zahl der Partner reduzieren"

"Kunden möchten die Zahl der Partner reduzieren"

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/04
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Wen sehen Sie als Ihre Hauptmitbewerber?
Swisscom muss man hier sicherlich nennen, vor allem im Schweizer Geschäft. Avectris, Comicro, Netsys, T-Systems bei den ganz grossen Kunden und punktuell auch HP gehören ebenfalls zu den Mitbewerbern. Ich sehe unsere Konkurrenz eher bei den etablierten Service-Partnern und weniger bei den Systemintegratoren, weil unser Fokus auf den Kunden liegt, die einen Service beziehen wollen.

Und wie will sich Ricoh von den Mitbewerbern abheben?
Wir bringen neue Modelle an den Markt, schnüren beispielsweise Packages, in ­deren Rahmen Kunden einen Managed-­Arbeitsplatz zum Fixpreis selbst definieren können – inklusive Mail oder Office 365, aber auch dem Workplace oder Printservices. Insbesondere mit den letztgenannten Printservices und unserer Kompetenz in diesem Bereich können wir Angebote machen, wo viele Mitbewerber bereits passen müssen.

Für Managed Workplace sind Sie als Managed-Print-Service-Spezialist (MPS) ja prädestiniert?
Das ist sicherlich so. Managed Workplace ist ein wichtiges Element in ­unserem Service-Katalog. Der Kunde soll sich nicht mehr um PCs, Betriebssysteme oder Office-Installationen kümmern müssen, sondern soll aus vordefinierten Sets basierend auf zwei, drei unterschiedlichen Hardware-Konfigurationen auswählen können, die er flexibel buchen und verändern kann und für die er dann monatlich bezahlt. Aber auch wenn der Kunde mit bestehender IT-Infrastruktur kommt, kümmern wir uns darum.
Sie bieten die IT-Services unter der Marke Ricoh an. Für mich steht Ricoh aber ganz klar für einen Drucker-Hersteller und MPS-Anbieter. Denken Sie nicht, der Name Ricoh könnte auf dem Weg zum IT-Service-Anbieter im Weg stehen?
Ich würde nicht sagen, die Marke steht uns im Weg. Aber es ist sicherlich eine Herausforderung dafür zu sorgen, dass Ricoh künftig nicht mehr nur mit drucken und scannen assoziiert wird, sondern auch mit IT-Dienstleistungen. Das ist Teil meiner Aufgabe.

Mit wie vielen Leuten stemmen Sie zum Start das IT-Services-Angebot?
Aktuell zählt das Team 25 Mitarbeiter – Servicemanager, Consultants, Engineers und Supporter. Dazu können wir auf die übrigen Ressourcen von Ricoh Schweiz zurückgreifen. So haben wir jüngst zum Beispiel 50 Sales-Leute auf IT-Services geschult. Für den Vor-Ort-Service können wir zudem die Workforce der Ricoh-­Field-Service-Organisation mit über 100 Mitarbeitern nutzen.

Inwieweit arbeiten Sie mit Partnern zusammen?
Partnerschaften sind sicherlich ein Thema, gewisse Partnerschaften stehen kurz vor dem Abschluss – beispielsweise im Bereich Security. Nicht vergessen darf man zudem, dass wir auch auf die Ressourcen von Ricoh in anderen Ländern bauen können. So unterhält Ricoh etwa in Italien und Spanien eigene Software-Entwicklerteams, oder in Polen ein Service Operations Center, und in einem zweiten Schritt wollen wir hier sicherlich auch gewisse Angebote machen.
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