CIO-Interview: "Das Wort Projekt mag ich nicht wirklich"

CIO-Interview: "Das Wort Projekt mag ich nicht wirklich"

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/01
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Wie gross ist Ihr Team denn?
Gefühlt wächst das Team jeden Tag – im Dezember waren es etwas über 50 Mitarbeiter, was gut der Hälfte der Homegate-­Belegschaft entspricht.

Und wie ist dieses Team strukturiert?
Analog unserer Organisation. In unserem Engineering Leadership Team arbeiten neben mir drei Head of Technology – je einer ist für den Customer-Bereich, ­einer für den Consumer-Bereich und ­einer für die sogenannten Inhouse und Platform Services verantwortlich, sowie ein Head of Data. Damit werden wir den immer grösseren Anforderungen an unsere Daten-Insights- und Features gerecht. Ein Head of Security und Software Gardening komplettiert unser Team. Entwickelt wird in crossfunktionalen Delivery Teams, was bedeutet, dass in diesen Teams sowohl Software-Entwickler als auch Product Owner und UX/UI-Spezialisten tätig sind. Ab einer gewissen Anzahl Mitarbeitenden in diesen Teams schalten wir je nachdem einen Engineering Manager oder einen Delivery Lead zwischen den Head of Technology und das Team. Dessen Verantwortung ist es dann, dass die Teams kontinuierlich hohe Qualität liefern und jeder einzelne Mitarbeiter sich weiterentwickeln kann. Insgesamt zählen wir so sechs Teams, wovon eines in Belgrad für uns tätig ist. Das hilft uns, etwas rascher zu skalieren.
Sie haben gesagt, dass Ihr Team stark wächst. Wie gross ist die Herausforderung, neue Mitarbeitende zu finden?
Gross, vor allem dann, wenn man Mitarbeitende sucht, die auch vom Mindset her passen. Ein wesentlicher Teil meiner Arbeitszeit und der Zeit meiner Teamleader ging im ersten Halbjahr 2018 für das aktive Recruiting neuer Fachkräfte drauf. Wir haben im letzten Jahr rund 2500 Gespräche mit Leuten geführt, die in rund 200 Interviews gemündet haben. Von diesen 200 Interviewpartnern haben wir 80 vor Ort eingeladen, und daraus haben sich letztlich 20 Anstellungen ergeben. Der Aufwand war riesig. Inzwischen aber bewerben sich immer mehr tolle und interessierte Engineers aktiv bei uns, da wir die Sichtbarkeit nach aussen erhöht haben, um zu zeigen, dass wir eine spannende Engineering-Firma sind, die neueste Technologien einsetzt und das erklärte Ziel hat, unbestritten das Immobilienportal zu werden, wo die Schweiz die besten Entscheidungen rund ums Thema Wohnen und Immobilien trifft.

Vor Homegate waren Sie bei der Scout-Gruppe in Berlin und in Österreich für einen sehr ähnlichen Bereich zuständig. Wie unterscheiden sich in Ihren Augen diese beiden Länder von der Schweiz beziehungsweise wie unterscheidet sich Ihre Arbeit?
Darin, wie der Markt funktioniert, unterscheiden sich die Länder kaum. Die Art und Weise, wie Leute etwas suchen, ist identisch, die gewünschte Funktionalität ist sehr ähnlich. Sehr wohl Unterschiede gibt es aber darin, wie wir diese Funktionalität bereitstellen. Eine grosse Herausforderung in der Schweiz war insbesondere das Thema Cloud-Engineering. Hier ist die Schweiz in meinem Empfinden um einige Jahre hinter dem zurück, was in Berlin möglich war. Das hatte ich zu Beginn meiner Tätigkeit bei Homegate völlig unterschätzt.
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