Erleuchtet von einem zweiten Bildschirm

Asus Zenbook Pro 15 (UX580)

Erleuchtet von einem zweiten Bildschirm

Artikel erschienen in IT Magazine 2018/10
Seite 2

Tastatur & Screenpad

Viel interessanter ist nämlich das zweite Display des Zenbook Pro. Wie bereits erwähnt, findet man bei dem Gerät kein gewöhnliches Trackpad. Schaltet man das Notebook ein, fällt der Blick direkt auf das Screenpad, das hell erleuchtete Eingabegerät unterhalb der Tastatur. Der 5,5-Zoll-LC-Bildschirm kann allerdings auch wie ein Standard-Touchpad funktionieren, falls er ausgeschaltet ist, was bequem über die F6-Taste getan werden kann. Schaltet man das Screenpad ein, verwandelt es sich in ein Stück Technik, das man so wohl noch nie zuvor in einem Laptop gesehen hat.

Das Screenpad unterstützt zwei unterschiedliche Betriebsarten. Beim ersten handelt es sich um den Screenpad-Modus, der Mini-Anwendungen wie einen Taschenrechner, Musik-Player oder einen Nummernblock bietet. Ausserdem kann das Mini-Display dazu verwendet werden, verschiedene Anwendungen auf dem Computer schnell zu starten, wie etwa einen Browser oder Word, und in bestimmten Anwendungen (Premiere, Photoshop, Office) kann es als sekundäres Display inklusive Schnellzugriffstasten verwendet werden. In diesem Modus übernehmen die Apps die Standard-Funktionalität des Touchpads, was bedeutet, dass man die Möglichkeit verliert, die Maus via Trackpad zu steuern. Man wird also nicht darum herumkommen, eine externe Maus anzuschliessen. Eines der nützlichsten Anwendungsbeispiele für diesen Modus ist sicherlich die Nutzung mit Office. So bietet das Screenpad nützliche Shortcuts, um etwa den Schriftstil und die Farbe schnell zu verändern oder Formeln direkt zu bearbeiten.
Das Screenpad kann allerdings auch einfach als sekundäres Display in Win­dows verwendet werden, mit dem man, wie man es gewohnt ist, den Desktop erweitern kann. Das funktioniert zwar, scheint im Alltag aber wenig nützlich zu sein, da das Display dafür schlicht zu klein und es schwierig ist, beispielsweise Text zu lesen.

Insgesamt kann man festhalten, dass das Screenpad klar einen Mehrwert bietet. Asus verspricht zudem, dass die Funktio­nalität für Entwickler geöffnet wird, so dass diese künftig eigene Apps für das Screenpad entwickeln können. Im Moment gibt es zwar nur wenige Programme, die die Vorteile des Screenpad nutzen, aber es scheint sich doch um mehr als nur ein simples Gimmick zu handeln.

Die Tastatur fällt derweil vor allem wegen dem Layout auf. Eine Reihe von zusätzlichen Tasten auf der rechten Seite ermöglicht es, schnell durch Textabsätze zu navigieren, durch das Hinzufügen dieser Tasten sind alle anderen Tasten aber insgesamt enger angeordnet. Die Pfeiltasten können besonders fummelig zu bedienen sein, da sie etwa halb so gross sind wie die anderen Tasten. Ansonsten gibt es an der Tastatur des Zenbook Pro nichts zu bemängeln. Sie bietet ein solides Feedback und fühlt sich beim Tippen für eine Laptop-Tastatur sehr komfortabel an, womit sie dem steifen und flachen Apple Macbook Pro Design weit voraus ist.
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