Das Fenster zur virtuellen Realität

Acer Windows Mixed Reality Headset

Das Fenster zur virtuellen Realität

Artikel erschienen in IT Magazine 2018/03
Seite 3

Wie bequem ist ein Bildschirm?

Das Gewicht der Brille wird vom Kopfband, welches primär auf der Stirn aufliegt, getragen, die Gesichtspartie ist einzig durch ein Klappscharnier daran befestigt. Der Tragekomfort ist dadurch recht angenehm und das Feature der klappbaren Front funktioniert blendend, wenn das Headset richtig sitzt. Insbesondere Entwickler dürften daran Freude finden, wenn die Brille zum Testen oft an- und ausgezogen werden müsste. Die Hygiene wird durch auswechselbare Gesichts-Polster an der Frontpartie begünstigt, Ersatzpolster sind im Lieferumfang jedoch keine enthalten. Die Polster am Kopfband hingegen sind fix verklebt und können nur abgewaschen werden, was dank der Gummi-Oberfläche jedoch auch möglich ist.

Auch für Brillenträger ist das Gerät geeignet, die meisten Brillen passen gut unter das Headset und es entstehen nirgends nennenswerte Druckstellen. Einzig die Verwendung von Gleitsichtbrillen bringt eine gewisse Unschärfe in der oberen Sichthälfte mit sich. Besonders bei Inhalten, die sich selbst im Zentrum des Blickfeldes fixieren und die man deshalb nicht durch die Kopfbewegung scharfstellen kann, ist das lästig. Auffällig ist das Fehlen jeglicher Einstellungsmöglichkeiten von Augen- und Linsenabstand. Das Scharfstellen des Bildes konnte bei unserem Test jedoch durch leichtes Schieben des Headsets erreicht werden. Je nach Kopfgrösse und -proportionen heisst das jedoch, dass das Headset weit unten getragen werden muss, um ein optimales Ergebnis zu erzielen, was wiederum auf die Nase drücken kann. Falls möglich sollte man das Gerät also testen, bevor man verbindlich zuschlägt.
Die beiden mitgelieferten Motion Controller sind mit zahlreichen Steuerungsmöglichkeiten ausgestattet, liegen sehr gut in der Hand und sind auch in ausgedehnten Sitzungen noch bequem, zeigen aber auch Schwächen. Im Vergleich zu den Controllern der HTC Vive fühlen sie sich weniger wertig und etwas instabil an. Einen weiteren Minuspunkt gibt es für die Stromversorgung. Die Controller verlangen nach je zwei AA-Batterien und bieten nicht einmal die Option einer Erweiterung durch Akkus, da ein Mini-, Micro- oder USB-C-Stecker komplett fehlt. Leider ein schwaches Signal bezüglich Nachhaltigkeit und etwas mühsam, da wir die Batterien sogar während dem Test einmal tauschen mussten. Sowohl Plus- wie auch Kritikpunkt ist das Inside-­Out-Tracking der Motion Controller, also die Tatsache, dass sich die Controller an der Brille orientieren und nicht an externen Basisstationen. Das ist konzeptionell gesehen gut, weil die Brille dadurch prinzipiell autonomer wird und das Setup des Headsets einfacher macht. Zum Problem wird es aber, wenn die Sensoren am Headset den Sichtkontakt zum Controller verlieren, weil man einen Controller aus dem Sichtfeld hinausbewegt.
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