CIO-Interview: «SAP ist das Herzstück unserer IT»

CIO-Interview: «SAP ist das Herzstück unserer IT»

Artikel erschienen in IT Magazine 2016/01
Seite 4
Können Sie ausführen, an welchen Projekten Sie und Ihr Team gerade arbeiten?
Unser Projektportfolio umfasst über 200 kleinere und grössere Projekte. Die wichtigsten sind: SAP-Einführung bei Transgourmet in Deutschland sowie eine ganze Reihe von Projekten im Bereich Multi-Channel.

Welches Projekt nimmt am meisten Ressourcen in Anspruch?
Die zahlreichen Multi-Channel-Projekte – allein schon aufgrund der Anzahl Projekte. Dazu gehören zum Beispiel der Relaunch von mehreren E-Shops auf eine neue Plattform sowie eine neue Produktdaten-Plattform. Hier fördern wir auch eine neue Entwicklungskultur, bei welcher die Agilität im Fokus steht.?

Nochmals zum Thema SAP: Vor zwei Jahren haben Sie erklärt, dass 80 Prozent der IT-Funktionalität mit SAP abgedeckt werden. Ist dieser Wert auch heute noch so hoch? Oder gibt es allenfalls sogar Bestrebungen, sich in einzelnen Bereichen von SAP zu lösen?
Nein, im Gegenteil. SAP ist im Moment mit vielen neuen Themen unterwegs, unter anderem mit Omni-Channeling, CRM oder HANA/Realtime-Computing. Wir prüfen laufend, wann diese neuen Produkte ausgereift sind und bei uns eingesetzt werden können. Unsere Zusammenarbeit mit SAP ist eng und wir können Wünsche und Ideen einbringen.
In einem anderen Interview haben Sie 2012 erklärt, dass Ihr Service Center monatlich 30’000 Anrufe von Mitarbeitenden erhält, die ein IT-Problem haben. Konnte diese Zahl inzwischen gesenkt werden?
Die Anzahl der Calls ist weitgehend stabil geblieben, aber wir haben seither einige Unternehmen in Coop integriert und die Zahl der betreuten Mitarbeitenden ist deutlich gestiegen. Man muss bedenken, dass unser Service Center Single Point of Contact für die Mitarbeitenden, insbesondere aus den Verkaufsstellen, ist. Sie rufen auch bei uns an, wenn ein Preis in der Kasse falsch ist oder wenn sie zum ersten Mal den Tagesabschluss alleine machen müssen und nicht wissen, wie es geht. Es geht also weit über IT-Probleme hinaus.

Im selben Interview haben Sie zudem gesagt, dass Sie den Warenkorb Ihrer Kunden nicht analysieren wollen. Gilt das auch heute noch? Wie geben Sie denn zum Beispiel im Online-Shop Empfehlungen ab?
Coop erfasst Kundendaten, wenn die Kunden ihre Daten Coop mitteilen, zum Beispiel für den Versand der «Coopzeitung». Hat sich ein Kunde zum Supercard-Programm angemeldet und den Supercard-AGBs zugestimmt, wird zusätzlich der Warenkorb des Kunden erfasst, wenn dieser beim Einkauf seine Supercard vorzeigt. Der Warenkorb der Supercard-Inhaber wird ausgewertet und nach Kundengruppen und Einkaufverhalten analysiert. Basierend auf dieser Auswertung werden den Supercard-Inhabern individuelle Informationen zu Sortimenten, Dienstleistungen und Vergünstigungen zugestellt oder diese bei einem Rückruf eines gesundheitsgefährdenden Produkts informiert. Es geht dabei um Kundengruppen. Individuelle Personen- und Transaktionsdaten sind dabei nicht von Belang. Ausgangspunkt für jede Kundendatenanalyse ist demnach niemals ein einzelner Kunde, sondern immer eine Gruppierung von mehreren tausend Kunden.
Vorherige Seite  
Seite 4 von 5
Nächste Seite

Neuen Kommentar erfassen

Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.
Anti-Spam-Frage Wieviele Zwerge traf Schneewittchen im Wald?
Antwort
Name
E-Mail
NEUESTE
EMPFEHLUNGEN
MEISTGELESENE
NEWSLETTER ABONNIEREN
Abonnieren Sie unseren täglichen Newsletter mit den wichtigsten ICT-Meldungen
SWISS IT MAGAZINE - AUSGABE 2019/03
Schwerpunkt: Sicherheit für die Inhouse-Infrastruktur
• Proaktive und intelligente IT-Sicherheit für KMU
• Security-Konzepte für BYOD
• Universelle Bedrohungsabwehr
• Marktübersicht: Umfassender Schutz für Endgeräte
• Fallbeispiel: Security für die Schokoladenfabrik
Zum Inhaltsverzeichnis
SPONSOREN & PARTNER