Test Center – Ik.me

Der alternative E-Mail-Service aus der Schweiz

Der alternative E-Mail-Service aus der Schweiz

(Quelle: Infomaniak)
30. Januar 2021 - Aus der Westschweiz kommt ein neuer, kostenloser E-Mail-Dienst, der den Anspruch hat, eine echte Alternative zu den Angeboten der grossen Internet-Riesen zu sein – ohne Werbung und mit Datenhaltung in der Schweiz. Wir haben Infomaniak Mail einem Testlauf unterzogen.
Artikel erschienen in IT Magazine 2021/01
Die Roadmap von Infomaniak für das Jahr 2021 ist ambitioniert. Der Hosting Provider mit Sitz in Genf hat eine Suite von Tools für Private und Unternehmen entwickelt, die eine «echte ethische Schweizer Alternative» zu den etablierten Angeboten grosser Player wie etwa Google mit seinem Google Workspace (ehemals G Suite) bieten sollen. Das ist eine selbstbewusste Ansage, andererseits war der Zeitpunkt für die Lancierung eines solchen Dienstleistungspaketes angesichts der Digitalisierungsbemühungen vieler Unternehmen im Zuge der Coronapandemie wohl selten besser.

Zur Suite gehören nebst der Dokumentenverwaltungslösung Kdrive auch die Kommunikationslösung Kmeet, der Datentransferdienst Swisstransfer.com, der verschlüsselte Nachrichten-Service Kpaste sowie My Ksuite, mit der Unternehmen ihr Branding und ihre Domain in die Tools von Infomaniak integrieren können. Neu im Angebot des Hosting Providers findet sich seit November 2020 auch der E-Mail-Dienst Infomaniak Mail oder kurz Ik.me, den wir hier genauer unter die Lupe nehmen wollen.

Anders und doch sehr ähnlich

Infomaniak Mail ist ein kostenloser E-Mail-Service, der komplett in der Cloud von Infomaniak gehostet wird. Damit verbleiben auch jegliche Daten der Nutzer in der Schweiz, ein sehr gutes Argument in Bezug auf den Datenschutz. Auch Teil des Angebots sind 20 GB Speicherplatz, und Infomaniak verspricht, keine Werbung im Postfach anzuzeigen und die Daten der Nutzer nicht an Dritte zu verkaufen. Der Hosting Provider macht den Einstieg in seinen E-Mail-Dienst denkbar einfach. Lediglich ein paar wenige Angaben wie Vorname, Name und Mobiltelefonnummer reichen aus, um eine neue E-Mail-­Adresse zu erstellen, und nach der Verifizierung via SMS-Code kann man bereits die eigene Inbox unter mail.infomaniak.com ansteuern.

Dafür, dass Infomaniak den Anspruch hat, eine Alternative zu den Angeboten der Web-Giganten zu bieten, ähnelt das User Interface von Ik.me doch sehr stark Googles altbekannter Lösung Gmail. Das muss nicht unbedingt als Kritik gewertet werden, denn schliesslich ist Gmail schon seit Jahren am Markt und dessen Design hat sich offenbar bewährt. Überhaupt nutzen die meisten gängigen E-Mail-Plattformen und -Clients einen ähnlichen Aufbau: links in einer vertikalen Leiste die verschiedenen Postfächer, in der Mitte des Interface eine Liste mit den E-Mails im jeweiligen Postfach sowie die Anzeige des Inhalts der ausgewählten E-Mail-­Nachricht und in der Kopfzeile verschiedene Menüpunkte mit den Einstellungen des Web Clients.

Selbst die Shortcuts zu den weiteren Tools der Suite, den Einstellungen und dem Profil, die sich bei Ik.me in der oberen rechten Ecke des Screens befinden, sind quasi analog zu denen in Gmail, in der Anordnung wie auch im Design. Bei Ik.me findet man in diesem Bereich aber noch ein weiteres Icon, das den Konfigurationsassistenten für die Synchronisierung der eigenen Daten auf verschiedene Geräte aufruft. Zudem ist im Hauptfenster auch eine Anzeige des aktuell verwendeten Speichervolumens integriert. Somit haben die Nutzer jederzeit einen Überblick über den noch zur Verfügung stehenden Speicherplatz. Das Design dürfte den meisten E-Mail-Nutzern im Grundsatz also bekannt vorkommen.
 
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