Unternehmensnetzwerk für eine smarte Zukunft

Unternehmensnetzwerk für eine smarte Zukunft

(Quelle: T-Systems)
7. November 2020 - Massgeschneiderte Campus-Netze bieten eine Kombination aus öffentlichem und privatem Mobilfunknetz mit hohen Bandbreiten, kurzen Latenzen, mehr Sicherheit bei der Datenübertragung und eine verbesserte Verfügbarkeit.
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/11
Unternehmen müssen ständig die Anpassungsfähigkeit, die Flexibilität und die Effizienz ihrer Geschäftsprozesse verbessern. Ein Schlüssel für die digitale Wertschöpfung ist die drahtlose Vernetzung. Die Angebotspalette an Netz-Technologien ist breit. Doch nicht jede Art der Vernetzung eignet sich für jedes Anwendungsszenario.

In Branchen wie der Industrie oder der (Intra-)Logistik setzen selbstfahrende Roboter, vorausschauende Wartung oder der Einsatz von Augmented Reality eine zuverlässige, schnelle und sichere Datenübertragung voraus. Die smarten Dinge benötigen ein Kommunikationsnetz, in dem sie weitestgehend ohne Verzögerungen navigieren können. Kabel zu verlegen, ist aufwendig und für mobile Szenarien ungeeignet. WLAN-Technologie stösst an ihre Grenzen – es kann nämlich passieren, dass das Transportsystem auf seinem Weg in eine andere Funkzelle wechselt und zunächst wieder eine neue Verbindung aufbauen muss, ehe es weiterfahren kann.

Eine deutlich höhere Performance und eine einfache Vernetzungsmöglichkeit liefert der Mobilfunk. LTE beziehungsweise 4G und perspektivisch 5G sind in der smarten Welt interessant für die lokale Unternehmensvernetzung. Mit so genannten Campus-Netzen erhalten Unternehmen direkt an ihrem Standort eine private Mobilfunk-Versorgung mit zugesicherter hoher Kommunikations-Qualität und -zuverlässigkeit. Im gleichen Zuge wird auch die öffentliche Mobilfunkversorgung lokal verbessert. Dank 5G Network Slicing lassen sich zukünftig mehrere virtuelle Netze auf derselben physikalischen Netzinfrastruktur anlegen. Auf diese Weise werden Daten jeder Anwendungsklasse über ein eigenes virtuelles Mobilfunknetz übertragen, das speziell für diese Anwendungsklasse optimiert wurde. So können einzelne Datenströme sich nicht gegenseitig stören und die Anwendungen können auf der jeweils optimalen Netzfunktionalität aufsetzen. Das ist erfolgskritisch für viele Anwendungen.

Eine Infrastruktur – zwei Funknetze

Die einfachste schon heute realisierbare Variante ist das Dual-­Slicing, also die Schaffung einer gemeinsamen Infrastruktur, bestehend aus einem öffentlichen und einem privaten Netzwerk, die per LTE oder 5G Werksgelände auf zwei getrennten Frequenzen mit Mobilfunk versorgt.

Die verbesserte öffentliche Mobilfunkversorgung kommt Mitarbeitenden und Gästen auf dem Gelände zugute. Sie bekommen deutlich höherwertigen Empfang für Sprach-, Daten- und Bürokommunikation.Externe Dienstleister und Zulieferer können über das öffentliche Netz gleichermassen angebunden werden, um zum Beispiel Wartungsszenarien zu gewährleisten und diese Partner noch enger in die Wertschöpfungsprozesse einzubinden. Hierfür ist lediglich der Einsatz einer 5G-fähigen SIM-Karte nötig. Bei Bedarf kann diese Verbindung auch separat abgesichert werden.

Daneben erhalten die Unternehmen ein privates, lokales Netz, das logisch komplett vom öffentlichen Mobilfunknetz getrennt ist. Unternehmen nutzen es exklusiv, zum Beispiel ausschliesslich für kritische IoT- oder Maschinenkommunikation. Dafür wird je nach Bedarf des Unternehmens und lokaler Funkversorgung indoor oder optional outdoor zusätzliche Funktechnik auf dem Firmengelände installiert, die neben erhöhter Sicherheit durch das private Netzwerk hohe Bandbreite, Zuverlässigkeit und kurze Latenzzeiten mit sich bringt. Dank reservierter Frequenzen und Quality-of-Service-Mechanismen sind bei den privaten Funkverbindungen definierte Übertragungsqualitäten ­sichergestellt. So können Unternehmen auch Echtzeitanwendungen im Internet der Dinge (IoT), wie zum Beispiel zentral gesteuerte Industrieroboter und fahrerlose Transportsysteme, einfach, leistungsstark und sicher per Funk steuern und überwachen.
 
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