Start-up E-Mergency: Notfall- und Krisen­management via App

Start-up E-Mergency: Notfall- und Krisen­management via App

(Quelle: E-Mergency)
5. September 2020 - Im Ereignisfall sind rasches Handeln und ein kühler Kopf gefragt. E-Mergency hat eine Lösung entwickelt, die individuell anpassbare Handlungsanweisungen und Ereigniskommunika­tion über mehrere Kanäle in einer Smartphone-App vereint.
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/09
Niemand möchte einen erleben, aber Notfälle geschehen. Solchen extremen Situationen adäquat zu begegnen und sie zu bewältigen, erfordert Vorbereitung und bedingt das Vorhandensein klarer Prozesse. «Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Aber man kann sich so gut wie möglich auf Notfälle und Krisen vorbereiten», sagt Andrin Spring. Er ist Geschäftsführer des Baarer Start-ups E-Mergency, das eine gleichnamige Notfall-App entwickelt hat. Diese vereint zentrale Funktionen für das Notfall- und Krisenmanagement in einer Cloud-Lösung und richtet sich generell an Unternehmen, Behörden, Bildungsinstitutionen und Organisationen jeder Grösse.

Notfallprozeduren digital

Die App und das dazugehörige Cockpit wurden ursprünglich 2014 von der Firma Exanic in Zusammenarbeit mit der Bildungsdirektion Zürich, der Kantonspolizei Zürich und der Fachstelle für Gewaltprävention der Stadt Zürich entwickelt. Wie Spring erklärt, habe man nach dem Rollout aber bald festgestellt, dass auch andere Kantone und Unternehmen von der App profitieren könnten, weil diese nicht branchenspezifisch aufgebaut ist. «Man hat sich deshalb dafür entschieden, die Rechte am Produkt vom Kanton zurückzukaufen, um es auch anderen Organisationen zur Verfügung stellen zu können», so Spring. Schliesslich wurde die Lösung 2019 in das Spin-off E-Mergency überführt und wird seitdem laufend weiterentwickelt und den sich verändernden Anforderungen an das Notfall- und Krisenmanagement sowie den aktuellen Bedürfnissen der Kunden angepasst.

In vielen Unternehmen sind die Notfallprozeduren noch in physischen oder elektronischen Dossiers abgelegt, die von speziell geschulten Mitarbeitern verwaltet werden, während sich die Belegschaft in Notfallsituationen in der Regel an Merkblätter oder aber an Beschilderungen in den Firmengebäuden halten muss. Das ist nicht zeitgemäss, weshalb E-Mergency sich zum Ziel gesetzt hat, eine Lösung zu entwickeln, in der alle die für Notfallszenarien relevanten Prozesse und Dokumentationen digital abgebildet und über ein Smartphone rasch und unkompliziert abgerufen werden können. Darüber hinaus ist die App in der Lage, Alarme über verschiedene Kanäle abzusetzen.

Wie Laura Nägeli, Lead Business Development und Customer Success Management bei E-Mergency, ausführt, kommen die Mitglieder des Teams aber nicht etwa aus dem Sicherheitsbereich, sondern sind hauptsächlich in der IT heimisch. Durch die Arbeit an der Lösung und den intensiven Austausch mit Fach­experten und Kunden habe man sich aber auch als digitaler Lösungsanbieter ein breites und tiefes Know-how auf dem Gebiet des Sicherheitsmanagements angeeignet. Neben Laura Nägeli und Andrin Spring zählt noch Patrik Theiler zum Kernteam von E-Mergency. Er kümmert sich um das Product Management. «Hinzu kommen noch die Entwickler. Deren Zahl schwankt je nach Bedarf. Hier agiert Exanic als Lieferant und stellt uns die benötigten Ressourcen zur Verfügung. In der Regel arbeiten zwischen zwei und sechs Entwickler an der Lösung», so Spring. Die Roadmap von E-Mergency wird einerseits durch die Bedürfnisse der Kunden geprägt, andererseits aber auch durch interne Ideen. «Gerade wenn es darum geht, die Möglichkeiten der Digitalisierung auszuloten, entstehen viele Ideen für neue Features in unserem Team, da wir in diesen Belangen oft das grössere Know-how haben als unsere Kunden», erklärt Laura Nägeli. «Unter ihnen gibt es viele Bildungsinstitutionen wie auch Unternehmen. Spannend ist, dass viele Ideen für die Weiterentwicklung der Lösung, die von Bildungsinstitutionen an uns herangetragen werden, oft auch für Unternehmen interessant sind und umgekehrt. Unsere breite Kundenbasis hilft uns somit, auch ein breites Spektrum an Bedürfnissen und Funktionen abzudecken.»
 
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