Die Kraft der Collaboration

Die Kraft der Collaboration

(Quelle: iStockphoto 36clicks)
2. Mai 2020 - Die Coronakrise hat der Collaboration mittels IT aus dem Home Office heraus Auftrieb verliehen. Neu verteilte Kommunikations­prozesse stärken die Resilienzen von Firmen, und fünf Trends helfen dabei.
Artikel erschienen in IT Magazine 2020/05
7:00 Uhr. Die Smartwatch vibriert. «Hey Boss, was liegt an?» Die Stimme klingt noch etwas matt, den virtuellen Assistenten kümmert es nicht, und er präsentiert auf der Smartwatch die anstehenden Meetings. Der Mitarbeiter rollt sich aus dem Bett und begibt sich in Richtung Kaffeemaschine. Langsam wird er wach. «Zeig mir das Protokoll der letzten Sitzung!» – sofort erscheint auf dem Smartphone ein Transkript der Sitzung mit den Entscheiden, die am Nachmittag überprüft werden sollen.

Wenn wir in einigen Monaten oder Jahren auf die bangen Wochen zu Beginn des Jahres 2020 zurückblicken werden, kommen sie uns vielleicht wie ein böser Traum vor. Vielleicht sind wir dann längst wieder im Büro mit unseren Kollegen; wahrscheinlicher ist jedoch ein anderes Szenario – verteiltes Arbeiten und digitale Zusammenarbeit stärken als gleichberechtigte Arbeitsform mit dem klassischen Büro das Immunsystem von Unternehmen gegen die nächste Krise. Trends wie Künstliche Intelligenz und Machine Learning treiben die Entwicklung voran.

Von Null auf Home Office

Heimarbeit ist keine neue Erfindung, vor allem in der Textilwirtschaft war sie bis ins 20. Jahrhundert hinein eine wichtige Einnahmenquelle für Familien. Home Office ist eine neuere Entwicklung, eng verbunden mit jener der Informations- und Kommunikationstechnologien. Entsprechend gehörten die Grossen der Branche seit den 90er Jahren zu den Pionieren dieser Arbeitsform; sie sind es jetzt, die in Zeiten der Krise der Wirtschaft beim Wechsel von Null auf Home Office und auch danach bei der Bewältigung der Folgen beistehen können. Dies ist zum Teil eine technische Herausforderung, verbunden mit der Absicherung des erweiterten Firmenperimeters ins Home Office hinein. Es ist aber auch eine Frage der organisationellen und kommunikativen Prozesse.

Vor Covid-19 haben viele Unternehmen nur zaghaft oder gar nicht aufs verteilte Arbeiten gesetzt. Studien und auch die Erfahrung des Autors zeigen: Meist werden dabei nicht technische Argumente ins Feld geführt, sondern Fragen der Kontrolle, eines erforderlichen neuen Mindsets für das Management und Ängste vor einem Ungleichgewicht der Work-Life-Balance, wenn man auch am Abend oder am Wochenende arbeitet.
 
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