Software-Paketierung - Pain or gain

Software-Paketierung - Pain or gain

Software-Paketierung - Pain or gain

(Quelle: Ontrex)
Artikel erschienen in IT Magazine 2019/12
Seite 1
7. Dezember 2019 -  Von Fabio Di Lorenzo

Kaum im Rampenlicht und doch ein wichtiger Teil der IT und der Enduser-­Zufriedenheit: die Software-Paketierung. Treten dabei Fehler auf, können die Enduser nicht arbeiten und rücken der IT auf die Pelle. Ein strategischer Leitfaden zur Paketierung.
Spätestens, wenn IT-Mitarbeiter viel Zeit mit Software-Installationen und damit zusammenhängenden Problemlösungen beschäftigt sind, ist der Zeitpunkt gekommen, sich über eine professionelle und automatisierte Software-Paketierung und -verteilung Gedanken zu machen. Worauf kommt es an und welche Möglichkeiten stehen zur Verfügung?

Schauen wir zuerst auf die Vorteile dieser effizienten Variante: Zeitersparnis, Komfort, Sicherheit und Standardisierung.

Zeitersparnis: Jede Software-Installation wird automatisch ausgeführt, sowohl bei der Neuinstallation als auch bei einem Software-­Update oder -Upgrade oder beim Aufsetzen neuer Geräte. Auch bei der Deinstallation ist die Software-­Paketierung sehr nützlich, damit die Compliance sichergestellt wird und keine unnötigen Lizenzen bezahlt werden. Die Notwendigkeit, am Endgerät selbst Hand anzulegen, fällt damit weg und der Arbeitsablauf beim Benutzer wird nicht unterbrochen. Dies zieht wirtschaftliche Vorteile mit sich und reduziert Fehlerquellen.

Komfort und Sicherheit: Stehen alle arbeitsrelevanten Applikationen als Paket zur Verfügung, können auch die Administrationsrechte der Benutzer automatisiert entfernt und der Schatten-IT entgegengewirkt werden. Zudem sind dadurch Endgeräte alle gleich aufgesetzt, was im Endeffekt weniger Aufwand für die IT-­Abteilung bedeutet.

Standardisierung: Bei jedem Mitarbeiter ist die Corporate Identity, wie etwa die Schriftart in Microsoft Office, bereits vorkonfiguriert. Weiter müssen keine zusätzlichen Konfigurationen, beispielsweise der Pfad zum Server im HR-Tool, von Hand eingetippt werden.

Varianten und Aufgaben unter der Lupe

Onsite, Nearsite, Offsite oder Managed Service. Spätestens seit dem Outsourcing-­Hype vor Jahren sind diese Begriffe und Ansätze fester Bestandteil der IT. Und somit auch bei der Software-­Paketierung. Welche Variante die beste ist, hängt von vielen Faktoren ab und steht in direktem Zusammenhang mit den vorgelagerten Disziplinen wie Requirement Engineering, Integration und User Acceptance Tests (UAT). Diese spielen bei der erfolgreichen Software-­Paketierung eine bedeutende Rolle und werden oft vernachlässigt. Im Grunde genommen ganz einfach nachvollziehbar und auf jedes Projekt zutreffend: Stimmt der Input nicht, so wird der Output auch nicht stimmen. Dieser Satz trifft insbesondere in der Software-Paketierung zu. Viel Frust und Probleme werden mit einer sauberen Vorbereitung der vor- und nachgelagerten Disziplinen vermieden. Die erfolgreichste Grundregel aus der Praxis ist, mit dem Applikationsverantwortlichen zusammen eine Anleitung zu erstellen. Also eine detaillierte Aufnahme aller Anforderungen an das zu erstellende Software-Paket. Als Grundlage und Zieldefinition ist dies unerlässlich. Sich hierbei Unterstützung von Experten zu holen, ist sinnvoll, weil letztlich zeit- und kostensparend. Denn diese Aufgaben gehören zu ihrer Kernkompetenz, ihr Applikationswissen ist breit abgestützt und sie wissen, welche Einstellungen in einer Enterprise-Umgebung notwendig sind. Nebenbei transferieren sie oft auch Know-how in den Paketierungsprojekten, was die eigenen Mitarbeiter zusätzlich unterstützt. Dasselbe trifft auf die korrekte ­Integration und die User Acceptance Tests zu.
 
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