USB, die Vierte

USB, die Vierte

USB, die Vierte

(Quelle: Lindy)
Artikel erschienen in IT Magazine 2019/11
Seite 1
9. November 2019 -  Von Axel Kerber

Der USB-Standard hat eine bewegte Geschichte hinter sich. USB 4 verspricht nun, Licht ins Spezifikations-Chaos zu bringen und vor allem die Nutzung entsprechender Kabel und Geräte entscheidend zu vereinfachen.
Seit seiner Einführung Anno Domini 1996 in der Version 1.0 hat sich der Universal Serial Bus (USB) in der Tat zur universellen, omnipräsenten und nicht mehr wegzudenkenden IT-Schnittstelle für jegliche Rechnerperipherie etabliert. Viele der unzähligen, vorher existierenden Peripherie-Schnittstellen sind längst Geschichte (ADB, PS/2, SCSI, LVD, IEEE 1284 etc.). Andere, etwa RS-232, führen nur noch ein Nischendasein im industriellen Sektor. Im Verlauf der mittlerweile 23-jährigen Geschichte der USB-Schnittstelle gab es viele Hürden und Hindernisse, doch wurden potenzielle Konkurrenten wie Firewire 400 und 800, die manche Schwäche von USB korrigieren sollten, kraft der schieren Allgegenwart von USB schlicht vom Markt verdrängt. Andere – wie jetzt das 2011 von Intel in Kooperation mit Apple vorgestellte und bis zur Version 3 weiterentwickelte Thunderbolt – werden nun von USB 4 einfach assimiliert. Doch von Anfang an.

Erfolgsgeschichte USB

Der Entwicklung und Veröffentlichung von USB 1.0 lag erstmals der Gedanke zugrunde, eine Möglichkeit zu schaffen, sämtliche denkbare Computer-Peripherie über einen einzigen standardisierten Port mit Rechnern zu verbinden. Was heute selbstverständlich erscheint, war damals eine futuristische Idee, denn zu jener Zeit wurden Peripheriegeräte je nach technischer Anwendung und den Anforderungen an die Übertragungseigenschaften über eine Vielzahl unterschiedlicher Schnittstellen an PCs und Laptops angeschlossen. Diese sollten durch USB einheitlich ersetzt werden. Ausschlaggebend für das Gelingen dieses Ersetzungsprozesses waren hierbei neue Ideen wie das durch konsequent mit Hilfe spezifikationsimplizit definierter Geräteklassen umgesetzte Plug & Play und das Hot-Plugging-­Konzept bedingte einfache Handling sowie die für damalige Verhältnisse recht hohen Datenübertragungsraten von bis zu 12 MBit/s.

Im Verlauf der Weiterentwicklung von USB über die Versionen 1.1, die nur kleinere Spezifikationsfehler behob, USB 2.0 mit seiner Vervierzigfachung der Übertragungsrate auf 480 MBit/s im Jahr 2000, das 2008 vorgestellte USB 3.0 mit bis zu 5 GBit Bruttodatenrate und neu eingeführten erweiterten Steckverbindern, das aus 2013 stammende USB 3.1 mit 10 Gbit/s bis hin zum Ende 2017 publizierten USB 3.2 mit 20 GBit/s wurde die Datenübertragungsrate immer weiter aufgebohrt. Damit konnten bis dato potenzielle USB-Konkurrenten verdrängt oder zumindest in Schach gehalten werden. Einzig zeitkritische Echtzeitanwendungen blieben eine Nischendomäne für andere Systeme.
 
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