Vereine verwalten leicht gemacht

Webling vs. Hitobito
Vereine verwalten leicht gemacht

Vereine verwalten leicht gemacht

(Quelle: Pixabay)
Artikel erschienen in IT Magazine 2019/05
Seite 1
4. Mai 2019 -  Die Schweiz ist ein Land der Vereine und gleichzeitig für gute Organisation und pingelige Planung bekannt. Daher ist es wenig verwunderlich, dass es gleich zwei Schweizer Web-Vereins­verwaltungs-Tools gibt, die verglichen werden wollen.
Als wir in der Redaktion merkten, dass es mit Webling und Hitobito zwei verschiedene SaaS-Vereinsverwaltungs-Lösungen aus dem Browser gibt, die beide in der Schweiz entwickelt werden, war klar: Ein Vergleichstest soll zeigen, wer unter den Schweizer Web-Vereinsverwaltungs-Tools die Nase vorne hat. Was während der Recherche bereits rasch vermutet wurde, hat sich im Test bestätigt: Die beiden Plattformen sind bezüglich Features schwer vergleichbar, da die Produkte unterschiedliche Bedürfnisse und Zielgruppen ansprechen und in unterschiedlichen Geschäftsmodellen angeboten werden, aber mehr dazu später. Anstelle eines direkten Feature-Vergleiches werden wir also evaluieren, wo der Fokus der beiden Produkte liegt, wie sie funktionieren und für welches man sich als Verein in der Schweiz letztlich entscheiden sollte.

Geschäftsmodell und Entwicklung

Webling wurde von einer vierköpfigen Gruppe Pfadfindern als Lernstück vor mehr als zehn Jahren für eine lokale Pfadi-Niederlassung ins Leben gerufen und wächst seitdem unter dem Dach von Usystems stetig weiter. Hitobito wurde dagegen vor rund sieben Jahren von Puzzle ITC in einem gemeinsamen Projekt mit der Jungwacht Blauring entwickelt und als Open-Source-Projekt konzipiert. Die Ansprüche unterschieden sich von Anfang an: Während Webling anfangs für eine Pfadi-Einheit mit etwa 2500 Mitgliedern geschaffen wurde, hatte Hitobito mit der gesamten Jungwacht Blauring und mehreren Zehntausend Mitgliedern von Beginn an einen anderen Scope.

Wie bereits erwähnt, verfolgen die beiden Lösungen unterschiedliche Philosophien, was das Geschäftsmodell angeht: Webling wird von einem kleinen Team laufend weiterentwickelt und in einem klassischen Subscription-Modell zu verschiedenen Fixpreisen angeboten. Die Lösung möchte ein universelles Verwaltungs-Tool für alle Grössen und Arten von Vereinen sein, ein Generalist in seinem Metier, sozusagen. Hitobito auf der anderen Seite ist grundsätzlich ein Open-Source-Projekt von Puzzle ITC, das auch von der Community weiterentwickelt und bei entsprechenden Needs vom Entwickler auf Kundebedürfnisse zugeschnitten wird. Es wuchs und wächst also durch spezielle Anforderungen von Kunden und Usern. Beide Produkte stützen sich bei der Weiterentwicklung übrigens stark auf Community-Feedback. So können bei Webling in einem Input-­Forum Ideen eingebracht und über bestehende Ideen abgestimmt werden, der Entwickler priorisiert anhand der User-­Stimmen die Entwicklungs-Pläne. Bei Hitobito werden im Forum neue Features offen diskutiert, der Hersteller setzt konkrete Inputs in der Regel um, wenn ein Kunde diese bestellt. Das Ergebnis fliesst, falls möglich, zurück in den Open-Source-Core der Lösung. Während Webling also mit Abo-Beiträgen finanziert wird, speist sich Hitobito aus einem Pool der beteiligten Organisationen, die Zukunft sieht der Hersteller in Crowdfundings oder über ein Bounty-System für Weiterentwicklungen.
 
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Kommentare

Freitag, 7. Juni 2019 Dave
Toll Danke

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