Stationäre und mobile 4G-Router

Stationäre und mobile 4G-Router

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/03
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2. März 2019 -  LTE-Router gewinnen zunehmend an Bedeutung und werden vermehrt sogar als Festnetzersatz eingesetzt. Durch die Einführung von 5G-Netzen wird das Marktsegment weiter wachsen.
Stationäre und mobile 4G-Router
Vergleichstabelle von zwölf 4G-/LTE-Routern: AVM Fritz!Box 6890 LTE, Bintec Elmeg Bintec RS123w-4G, Cisco Meraki Z3C, D-Link DWR-953, D-Link DWR-932, Lancom1780EW-4G+, Netgear Nighthawk AC1900 R7100LG, Netgear Nighthawk M1, TP-Link MR400, TP-Link M7650, Zyxel LTE7240 und Zyxel WAH7706. (Quelle: SITM)
Gemäss IDC wurden 2018 mit LTE Routern/Gateways etwas über 804 Millionen Dollar Umsatz weltweit generiert. Bis 2022 soll dieser Umsatz auf 1,9 Milliarden anwachsen. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 27,4 Prozent. Als Gründe nennt IDC unter anderem, dass LTE Router/Gateways mehr und mehr auch im Unternehmensumfeld als Failover-Lösung und auch als primäre WAN-Connectivity-Lösung zum Verbinden von Standorten eingesetzt werden. Auch das Thema Mobile Konnektivität, beispielsweise auf Fahrzeugen und anderen Objekten, die sich bewegen, werde an Bedeutung gewinnen. Und auch das IoT-/M2M-Geschäft werde den Umsatz antreiben.

Vielerorts einsetzbar

Für den Hersteller AVM erfreuen sich LTE-Router besonders bei zwei Arten von Käufern grosser Beliebtheit: "Zum einen sind es Anwender, die aufgrund vom Digital Divide keinen Zugang zum Breitbandinternet über herkömmliche Provider-Leitungen haben", erklärt Gerald Meiser, Country Manager Schweiz von AVM. "Es sind also Anwender in Bergregionen, ländlichen Gebieten oder kleineren Ortschaften in der Nähe von grösseren Ballungszentren, wo es keinen örtlichen Kabelanbieter gibt, die trotzdem vom schnellen Internet profitieren möchten. Die anderen sind Poweruser, die höchste Anforderungen an die Verfügbarkeit einer schnellen Internetverbindung stellen." Dies Gruppe schätze besonders die Failover-Funktionalität von DSL auf LTE, so Meiser weiter. Doch mobile LTE-­Router eignen sich auch für all diejenigen, die oft unterwegs sind und das Internet unterwegs nutzen möchten. Und auch an anderen Orten kommen mobile LTE-Router zum Einsatz: "Neben dem privaten Bereich werden 4G-Router auch vielfach von Unternehmen eingesetzt, um Maschinen an Orten ohne Internetversorgung an das Netz anzubinden", so Phil Wu, Country Manager Switzerland, TP-Link. "Beispielsweise in Reisebussen, auf Jahrmärkten oder von Foodtruck-Betreibern, die ihren Kunden kostenloses WLAN anbieten möchten."


Weitere wichtige Einsatzfelder sind zudem auch die Verwendung als Back­up-Gerät, als primäres Haupt-Inferface oder zum Anschluss an Glasfaser-basierte Zugänge. "Hierfür steht ein SFP Port für den Einsatz von entsprechenden Modulen zur Verfügung", verrät etwa Daniel Wimmer, Produktmanager bei Bintec Elmeg, mit Bezug auf das in der Marktübersicht vertretene Gerät des Herstellers.

Alternative zum Festnetz?

Doch sind 4G-Anschlüsse eine valable Alternative zum althergebrachten Festnetzanschluss? "Für Consumer ja", ist Markus Schütz, Head of Product Marketing bei D-Link, überzeugt. "Über eine einfache SIM-Karte sind Standard-­Internetprotokolle möglich. Für spezielle Anwendungen hingegen benötigt man eventuell weitere kostenpflichtige Freischaltungen, wie zum Beispiel VPN." Abhängig ist das Ganze aber natürlich von der verfügbaren LTE-Geschwindigkeit am jeweiligen Standort sowie der erforderlichen Bandbreite des Nutzers. Das kann auch Frank Studerus, CEO von Studerus, bestätigen: "Die Abos der Netzbetreiber werden dafür immer attraktiver. In Geschäftsbedingungen wird aber je nach Abo erwähnt, dass ein permanenter Einsatz mit Router nicht erwünscht wird." Und auch Phil Wu pflichtet dem bei: "Die Datenpreise der Mobilfunkanbieter haben sich in den vergangenen Jahren immer mehr denen der klassischen Internet­anbieter angepasst und sind mittlerweile vergleichbar. Man kann also schon sagen, dass ein LTE-Router eine echte Alternative für den klassischen DSL-Router darstellt. Speziell in ländlichen Gebieten, in denen der Netzausbau nur langsam vorankommt, aber eine gute Mobilfunkabdeckung vorherrscht." Wu weist allerdings auch darauf hin, dass die Anzahl der anschliessbaren Geräte bei einem 4G-Router deutlich kleiner ist.
 
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