Mit der OKR-Methode Ziele erreichen

Mit der OKR-Methode Ziele erreichen

Mit der OKR-Methode Ziele erreichen

(Quelle: in Anlehnung an "How Google sets goals: OKR" – www.youtube.com/watch?v=mJB83EZtAjc)
Artikel erschienen in IT Magazine 2019/01
Seite 1
2. Februar 2019 -  Von Daniela Kudernatsch

Viele Firmen im Silicon Valley nutzen die Management-Methode Objectives and Key Results (OKR) zur Strategieumsetzung und zum Erreichen ihrer Ziele. Auch im deutschsprachigen Raum wird sie immer populärer.
In den letzten Jahren pilgerten ganze Heerscharen von Managern ins Silicon Valley, um sich von den dort ansässigen IT- und High-Tech-Unternehmen inspirieren zu lassen. Und nicht selten brachten sie von ihren Reisen angeblich ganz neue, revolutionäre Management-Methoden mit, die sie zuhause als Heilsbringer präsentierten.

Hierzu zählt die Methode Objectives and Key Results (OKR), die seit ein, zwei Jahren auch im deutschsprachigen Raum Einzug hält. Unter anderen nutzt Google sie seit fast 20 Jahren, um seine ambitionierten Ziele zu erreichen. Ein wesentliches Kennzeichen dieser Methode zur Umsetzung der Unternehmensstrategie ist: Die Zieldefinition erfolgt unter Einbezug der Mitarbeitenden; jedoch anders als bei vielen klassischen Zielvereinbarungssystemen nicht im Jahres-Rhythmus, sondern in der Regel in Drei-Monats-Intervallen. Dadurch soll auch die Agilität der Unternehmen steigen.

OKR-Historie und Philosophie

Die OKR-Methode ist jedoch nicht die neue Management-Wunderwaffe, als die sie die auf das Einführen dieser Methode spezialisierten Berater gern präsentieren. Sie existiert seit den 1980er-Jahren. In ihr entwickelte Andy Grove, ein ehemaliger Intel-Manager, auf der Basis des Management by Objectives (zu Deutsch: Führen über Ziele) ein Konzept zum Umsetzen von ambitionierten Unternehmensstrategien.

Zentrale Anforderungen an ein solches System waren für ihn, dass es einfach und flexibel sein müsse und dass die Mitarbeitenden in den Prozess der Strategieentwicklung und -umsetzung einbezogen werden müssten. Als Schlüssel hierzu erachtete er die beiden simplen Fragen, die in Unternehmen von jedem zu beantworten sind: "Wo will ich hin?" (Objectives) und "Woran messe ich, ob ich mein Ziel erreicht habe?" (Key Results).

In den 90er Jahren stellte John Doerr, ein Freund von Grove, die OKR-Methode bei Google vor. Er definierte OKR als "eine Management-Methode, die hilft, alle Aktivitäten in einer Organisation auf die gleichen, wichtigsten Ziele zu fokussieren". Seit 1999 nutzt Google die Methode erfolgreich, um quartalsweise die Ziele und Prioritäten festzulegen und seine ambitionierten Ziele zu erreichen. Deshalb übernahmen andere US-amerikanische Unternehmen wie Linkedin, Oracle und Twitter die Methode.
 
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