Livingdocs mischt die Medien auf

Start-up
Livingdocs mischt die Medien auf

Livingdocs mischt die Medien auf

(Quelle: Livingdocs)
Artikel erschienen in IT Magazine 2019/01
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2. Februar 2019 -  Medienhäuser rüsten sich für den digitalen Wandel und ­publizieren vermehrt online. Das Start-up Livingdocs will diese Entwicklung mit seiner gleichnamigen Lösung mitgestalten.
Im Zürcher Langstrassenquartier, un­weit der wohl schillerndsten Aus­gehmeile der Stadt, arbeitet das Start-up Livingdocs an seiner gleich­namigen Lösung zur Browser-basierten Erstellung und Verwaltung von Inhalten für das digitale Publikationswesen. Entstanden ist die Idee ursprünglich aus einem Prototypen, den die damalige Agentur Upfront für eigene Zwecke entwickelt hatte. Gabriel Hase, Mitbegründer von Livingdocs und zu der Zeit bei Upfront tätig, erinnert sich: "Wir hatten eine Software entwickelt, um Dokumente direkt online in einem Browser zu schreiben und sie als Webseiten anzuzeigen. Wir dachten damals jedoch nicht im Ent­ferntesten daran, damit in die Medienbranche einzusteigen. Im Rahmen eines Mandats bei der 'Neuen Zürcher Zeitung' wurde dann aber schnell klar, dass die Lösung, wenn sie weiter ausgebaut würde, auch als Content-Management-­System für Medienhäuser interessant sein könnte. Daraus entstand 2015 die Firma Livingdocs."

Die Medienbranche geht online

Die beiden Gründer von Livingdocs, Gabriel Hase und Lukas Peyer, verfügen beide über einen technischen Hintergrund, haben eine Ausbildung im Bereich der IT durchlaufen. Wie Hase erklärt, habe der Fortschritt in der Browser-­Technologie letztlich den Grundstein für Livingdocs gelegt: "Als wir den Prototypen entwickelt haben, geschah dies in einer Zeit, in der die Browser begannen, mehr zu können, und Javascript grössere Verbreitung fand." Die ursprüngliche Software war ein Browser-­basierter Editor, mit dem man Webseiten als Dokument direkt online kreieren konnte. "Die erste Version hatte nicht einmal eine Datenbank. Man schrieb direkt in den Browser und die Software generierte daraus eine JSON-Datei", führt Hase aus. Das Newsportal "Watson" fand das Konzept spannend und holte die Lösung an Bord, um den eigenen Journalisten zu ermöglichen, Inhalte schneller und effizienter zu erstellen und zu gestalten.

"Mit derselben Lösung sind wir dann auch zur 'NZZ', die sich bereits in der digitalen Transformation befand, weg vom Print und hin zum reinen Online-Journalismus. Und auch hier fand die Idee Anklang, jedoch kamen im Zuge des Projektes von den Verantwortlichen des Medienhauses auch immer mehr Ideen und vor allem Anforderungen auf uns zu. Andererseits ermöglichte dies die Weiterentwicklung der Software zu dem, was Livingdocs heute ist", fasst Hase die Entstehungsgeschichte des Start-ups zusammen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Content-Management-Systemen wie beispielsweise Wordpress oder Blogger, bei denen Frontend und Backend eine Einheit bilden, ist Livingdocs ein so genanntes Headless CMS, in dem das Frontend beziehungsweise die Besucherseite vom Backend entkoppelt wird.
 
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