Optimale Rahmenbedingungen für Cloud-Angebote

Fallbeispiel

Optimale Rahmenbedingungen für Cloud-Angebote

Artikel erschienen in IT Magazine 2018/11
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3. November 2018 -  Eine Hybrid-Architektur aus der Finanzwelt, zwei Konkurrenten für den hiesigen Markt und viele spannende Herausforderungen für das Rechenzentrumsland Schweiz. Die Einschätzungen zweier Cloud-Experten.
Die Gründe für die Nutzung von Rechenzentrums- und Cloud-Leistungen bei Schweizer Kunden und in Schweizer Rechenzentren sind vielfältig und interessant. Speziell in Branchen, in denen technische und rechtliche Sicherheit eine zentrale Rolle spielen, sind die Schweizer IT-Spezialisten stark gefordert. Wie sich immer mehr zeigt, sind es oft Schweizer Dienstleister, welche diese Aufgaben, die oft über die Landesgrenzen hinaus gehen, am besten und zuverlässigsten lösen können. "Swiss IT Magazine" sprach mit Lukas Egger, Chief Cloud Engineering, und Daniel Hürlimann, Senior Account Manager von Netcloud, über diese Herausforderung und den Stand von Datacenter- und Cloud-Services in der Schweiz.

Das Anforderungsportfolio

Der Kunde im vorliegenden Praxisbeispiel möchte namentlich nicht genannt werden, es handelt sich um einen ­grösseren Finanzdienstleister des Landes mit Standort Zürich. Ein Kunde also, der höchste Ansprüche an Sicherheit und Verfügbarkeit stellt. Netcloud arbeitet zum heutigen Zeitpunkt rund zwei Jahre mit dem Kunden am betreffenden Projekt. Dieses, so Lukas Egger, sei organisch gewachsen: "Die komplette Infrastruktur war anfangs On-Premises, der Pain Point des Kunden war vor allem im Perimeter, also im DMZ-Umfeld, sprich: Da wo Kundenservices von extern erreichbar sind und durch komplexe Sicherheitsinfrastrukturen mit unterschiedlichen Security-Gateways geschützt werden. Da begegneten wir vielen Herausforderungen betreffend Know-how, Spezialfällen und unklaren Zuständigkeiten. Netcloud konnte da helfen, indem wir das Outsourcing in die Cloud ermöglichten und bis heute die Umgebung als Infrastructure-­as-a-Service (IaaS) betreiben, die der Kunde konsumiert." Zusätzlich dazu bietet man dem Kunden, vor allem im Security-Bereich Managed Services an, wie etwa Managed Firewall und Loadbalancing Service. Da gewisse Services im internen Rechenzentrum des Kunden verblieben sind, betreut Netcloud für diesen heute eine Hybrid-Cloud-Architektur, die zu 100 Prozent in der Schweiz gehostet und betreut wird. Egger: "Wir haben zum einen den Kunden und dessen internes Datacenter und koordinieren zum anderen einen Provider, der die Cloud-Anbindungen übernimmt. Natürlich ist die Cloud georedundant und hochverfügbar. Das ist ein ziemlich typisches Enterprise-­Anforderungsportfolio eines solchen Kunden." Georedundanz bedeutet in diesem Fall die Datenlagerung in zwei Datacenter, eines im Raum Zürich und eines in Winterthur, verteilt auf zwei geografisch unterschiedliche Gefahrenzonen. Gehostet wird die Cloud-Lösung für den Kunden in Tier-4-Datancenters. "Die physische Sicherheit muss gewährleistet sein, sonst fällt das Kartenhaus in sich zusammen", so Egger.
 
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