Die Eine für alles

Smart Home Neeo Remote

Die Eine für alles

Artikel erschienen in IT Magazine 2018/05
Seite 1
12. Mai 2018 -  Mit dem Smart-Remote-­System von Neeo lassen sich unzählige gängige Heimautoma­tionsgeräte steuern.
Die Eine für alles
Komplett-Set: Brain und Remote inklusive Ladestation. (Quelle: Neeo)
Wie viele Fernbedienung tummeln sich wohl in einem durchschnittlichen Wohnzimmer? Da wären erst einmal der Fernseher, eventuell eine Musik­anlage, eine externe Set-top-Box. Dazu kommen, je nach Haushalt, weitere Smart-­Home-Spielereien, seien es intelligente Lampen oder etwa ein Thermo­stat. So sammelt sich schnell eine ganze Menge Remotes an. Genau hier wollte ein Schweizer Start-up namens Neeo Abhilfe schaffen und lancierte dazu 2015 eine Kickstarter-Kampagne. Und die Idee fand regen Anklang, so generierte die Kampagne insgesamt etwa 1,5 Millionen US-Dollar. Rund zweieinhalb Jahre später fand die smarte Fernbedienung nun auch den Weg in unsere ­Redaktion.

Das Neeo Smart-Remote-­System besteht aus einer Fernbedienung – komplett mit Touchscreen und programmierbaren ­Tasten – und einer Einheit, die Neeo als Brain bezeichnet, ein rundes Objekt, das mit 360-Grad-IR-Blaster-Abdeckung aufwartet und via WiFi mit der Fernbedienung kommuniziert. Dank dem Brain können mit der Fernbedienung ­eine beinahe wahnwitzige Anzahl gängiger Heim­automa­tionsgeräte gesteuert werden, die in den letzten Jahren auf den Markt gekommen sind.

Unboxing & Setup

Nach dem Unboxing fällt als erstes das simple aber durchdachte Design und der Touchscreen der Universal-Fernbedienung auf. Diese fühlt sich robust an und liegt gleichzeitig sehr gut in der Hand. Das grosse Display wirkt gestochen scharf und steigert die Vorfreude darauf, was damit wohl alles möglich ist. Es gibt eine Handvoll Hard-Buttons für Mute, Power, Lautstärke und Kanäle, sowie Back-, Menü- und Home-Tasten. Zudem verfügt die Fernbedienung über einen zum Patent angemeldeten Handflächensensor, der verschiedene Benutzer erkennen und die Kindersicherung erleichtern soll. Zum Zeitpunkt des Tests ist diese Funktion allerdings noch nicht freigeschaltet. Im Inneren gibt es WiFi und ein 802.15.4-Modul für 6LoWPAN (IPv6). Die Fernbedienung kommuniziert dabei ausschliesslich mit dem Brain und hat keinen integrierten IR-Sender. Ohne das Gehirn nützt die Fernbedienung also nichts, dafür kann man statt dieser auch die Neeo App verwenden. Dazu gibt es eine Ladestation mit der die Fernbedienung von Zeit zu Zeit (im Test ca. jede zweite Woche) aufgeladen werden kann.

Das App-basierte Setup ist ein Kinderspiel. Dazu muss das Gehirn zuerst via Ethernet ans Netzwerk angeschlossen werden. Danach verbindet man das Brain mit dem WiFi-Netz und erstellt ein Neeo-Konto mit der App. Nach der Fertigstellung kann das Ethernet-Kabel entfernt werden, wenn das Brain via WiFi verwendet werden soll, was natürlich mehr Flexibilität bei der Platzierung mit sich bringt. Als nächstes wird die Fernbedienung mit dem Gehirn verbunden, wonach es ans Hinzufügen von Devices gehen kann. Dazu wählt man in der App einfach das Gerät aus, der Rest geschieht automatisch. So sind TV, Musikanlage, Playstation 4, Android-TV-Box und ­eine Philips-Hue-Leuchte nach gerade mal zehn Minuten allesamt durch die Fernbedienung ansteuerbar. Einzige Hürde war dabei die Playstation 4, welche nur via HMDI-CEC ansteuerbar ist. Dazu integriert man einfach das Gehirn via Kabel ins HDMI-Netz.
 
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