CIO-Interview: "Weltweite IT-Standards sind unser Ziel"

CIO-Interview: 'Weltweite IT-Standards sind unser Ziel'

CIO-Interview: "Weltweite IT-Standards sind unser Ziel"

(Quelle: GF Piping Systems)
Artikel erschienen in IT Magazine 2018/03
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3. März 2018 -  Stefan Bertsche führt als CIO für das Schaffhauser Industrie-Unternehmen GF Piping Systems ein weltweites IT-Geflecht zusammen.
"Swiss IT Magazine": GF Piping Systems, Hersteller von Rohrleitungssystemen, gilt als klassisches Industrie-Unternehmen. Wie relevant ist IT für Sie?
Stefan Bertsche: Wir sind ein global tätiges Unternehmen mit Produktions-, Logistik- und Verkaufsgesellschaften in 33 Ländern. Die IT hilft uns, unsere Prozesse zu vernetzen und zu vereinheitlichen, damit ein Kunde – wo auch immer er bestellt – eine einheitlich hohe Qualität erhält und sich mit der Komplexität dahinter gar nicht beschäftigten muss. Dazu öffnen wir unsere IT zunehmend, um den Kunden eine Vielzahl von Daten zur Verfügung zu stellen – von Produktinformationen und -verfügbarkeiten bis Zertifikaten und technischen Zeichnungen. Daneben ist IT längst auch ein wichtiger Teil unserer eigenen Produkte. Dazu gehören beispielsweise automatisierte Steuerungen, Tracking-Systeme für Bauteile, Software-Bibliotheken für Planer sowie Online-Rechner für technische Kalkulationen.

Ihr Unternehmen ist selbst auch Ausrüster für die IT-Branchen. Wie sieht diese Zusammenarbeit aus?
Als Spezialisten unter anderem im Bereich von Gebäude- und Anlagenkühlung sowie für Wasserkreisläufe sind wir in diesem Bereich breit beteiligt. Dazu gehören Kühlsysteme für Serverfarmen und Reinstwassersysteme für die Mikrochip-Produktion, aber auch Elemente für die dazugehörige Energieversorgung. Gerade in diesen Branchen ist höchste Zuverlässigkeit nötig, jeder Ausfall kann schnell zu einem Millionenschaden führen.
Was sehen Sie als Ihre wichtigste Aufgabe an und wie setzen Sie IT dafür ein?
Intern ist das bei uns sicher das Harmonisieren und Standardisieren unserer weltweiten Prozesse. Beim SAP ERP sind wir da schon sehr weit, wir haben aktuell 43 unserer Gesellschaften in 26 Ländern in einem System und Mandanten zusammengefasst. Löst ein Kunde irgendwo in der Welt eine Bestellung aus, stösst das direkt die Produktion an, wenn das Produkt nicht am Lager ist. Über die Logistik wird das Lieferdatum errechnet. Diese Zusammenführung von Systemen und Daten ist nicht immer einfach, weil unsere Gesellschaften traditionell sehr eigenständig gearbeitet haben, bietet aber viele Vorteile für alle Beteiligten.

Wie ist Ihr Bereich geordnet und wie viele Mitarbeiter haben Sie?
Im SAP-Umfeld haben wir drei Teams – bei uns in Schaffhausen, in China und in Kalifornien. Das sind 13 interne Consultants, die zusammen im "Follow the Sun"-Prinzip 24 Stunden pro Tag abdecken. Daneben haben wir Spezialisten beispielsweise für unser CRM, die Business Intelligence und Business Object Systeme und unseren digitalen Katalog mit 60’000 teilweise hochkomplexen Produkten. Insgesamt haben wir weltweit 50 IT-Stellen, teilweise aber kombiniert mit anderen Tätigkeiten. Daneben arbeiten wir eng mit unserer Konzern-IT zusammen, die sich divisionsübergreifend mit strategischen Themen, Lizenz- und Outsourcing-Verträgen, Sicherheit und Standardisierung beschäftigt.
 
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